Unsere aktuellen Beiträge

Das Team Deutschland (unver)packt seine Koffer

Ein Rückblick

Bereits über 3 Monaten ist es her, dass wir – Nadine, Lukas, Delia, Mona, Leonie und Marcel begonnen haben euch über die verschiedensten Trends und Neuigkeiten im Bereich Unverpackt, Zero-Waste und nachhaltigen Einkauf aus unserem Nachbarland Deutschland zu informieren. Dabei konnten wir stets auf unseren Mentor und oftmaligen Ideengeber Matthias Kuhnel (The ReUse Project) zählen. Und da die Reise nun auch zu Ende geht, möchten wir noch einmal gemeinsam einen Blick zurück auf unsere bisherigen Blogartikel werfen.

Nach einem kurzen bekannt machen ging es auch schon sehr spannend los, denn die ganzen Lebensmittel und Leckereien müssen ja erstmal vom Laden nach Hause gebracht werden. Was vor allem bei den ersten Versuchen Abfall beim Einkaufen zu reduzieren sich als schwierig herausstellen kann. Das Planung alles ist, und warum Glasbehälter auf den zweiten Blick nicht optimal sind könnt ihr nochmal hier nachlesen: Unverpackt im Laden – Unverpackt tragen?

Das Plastiksackerl verabschiedete sich bereits mit Anfang des Jahres aus den heimischen Supermärkten, aber auch das Papier Sackerl hat noch Potenzial nach oben bei der Öko-Bilanz. Dass das kein Grund zu verzweifeln ist, zeigten wir im Blog Graspapier außen Hui innen Heu, denn hier wird durch den Umstieg von Holz auf Heu bis zu 75% CO2 sowie auch jede Menge Wasser eingespart. Warum Supermärkte derzeit aber eine Mischform nutzen beantworten wir im Blog.

Mitte April hatte uns die Corona-Krise auch in Österreich fest im Griff und Hygiene spielte nicht nur beim Händewaschen eine entscheidende Rolle. Da stellte sich so manchen die Frage, ob man es den überhaupt noch riskieren kann etwas Unverpacktes zu konsumieren. Doch die verschiedensten Bauernmärkte zeigten in dieser schweren Zeit, wie schön es ist mit genügend Platz und unter freiem Himmel einzukaufen. Der deutsche Infektiologe Dr. Thomas Löscher sowie das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz machten Mut auch weiterhin verpackungsfrei einzukaufen. Die Details findet ihr hier im Blog Hygienisch und Verpackungsfrei durch die Corona-Krise, geht denn das?

In Frau Lose macht es vor stellten wir euch den Unverpackt-Landen aus Dortmund vor, der durch Do-it-yourself Workshops erst so richtig in die Startlöcher kam. Und neben Lebensmitteln, Hygieneartikeln werden auch noch immer Workshops angeboten. Wer näheres über die gute Frau Lose erfahren will, weiß sicher schon wo es zu finden ist 😊

Der Ort wo man das fiese Plastik gar nicht mehr loszukriegen scheint ist? Na klar, das Badezimmer, wo sonst stapeln sich Duschgel- über Shampooflaschen und unzählige weitere Pflegeprodukte im Plastikmantel. Das man nicht schäumen muss vor Wut zeigen wir euch mit einem Klick auf unseren Artikel über den Lavatara Refill Shop in Hamburg. Mit ihrem tollen Pfandkonzept kann man das Schäumen wieder getrost der Seife überlassen.

Ein Einkauf ist am besten wohl überlegt und gut geplant, dass es in der Realität eher chaotisch zu geht und man dann doch eher spontan in den Supermarkt schaut kennt jeder von uns. Im Blog Weniger Verpackungen beim Spontaneinkauf könnt ihr nochmal nachlesen in welcher Deutsche Supermarktkette eine Mehrweg-Transportbox neben der Frischetheke zu finden ist und warum selbstmitgebracht der Umwelt trotzdem am liebsten ist.

Bei Bienen denken wir als allererstes an die fleißigen kleinen Arbeiterinnen, und genau so fleißig sind die Ambitionen des Unternehmens Biobiene, das von einer Welt ohne Plastikmüll träumt. Ihr habt verpasst was hinter dem viel prämierten Unternehmen steckt? Kein Problem ein Klick und ihr summt zum richtigen Blog.

In Drei, Zwei, EI – Verpackungsfrei zeigten wir euch, dass selbst der Eierkarton bald ausgedient hat. So hat z.B ein Mehrwegbehälter wie die MeiBox (Mehrweg Eier-Box) 999.999 garantierte Vorteile gegenüber dem Eierkarton, überzeugt euch im Artikel selbst.

Als Konsument hat man natürlich eine gewissen Verantwortung, regional soll es sein, bio und am besten auch noch unverpackt. Klingt etwas stressig, doch mit der Kornkiste können unsere Nachbarn aus Deutschland 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wie das gelingt und welche Möglichkeiten die Grazer & Grazerinnen haben wir euch in diesem Blog gezeigt.

Pfandflaschen sind immer wieder ein Thema in der Politik, was das ganz bringen kann haben wir im Blog Recup aufgezeigt. Mit nur 1€ Pfand konnten so 3.000 Bäume und 1,5 Milliarden Liter Wasser eingespart werden, wie viel CO2 das wohl sein mag könnt ihr schätzen oder ganz einfach nochmal nachlesen.

Viele erinnern sich vielleicht noch gut aus ihrer Kindheit daran, die anderen vermutlich aus unserem Blog Artikel Quetsch-Quatsch. Die Rede ist von den beliebten Obstbrei Tüten die meist nicht nur aus Kunststoff, sondern auch aus Aluminium gefertigt sind. Das es gesünder für Mensch und Umwelt ist zu frischem Obst zu greifen, aber auch dass es auch bereits Mehrweg-Quetschies gibt haben wir ausführlich für euch im Blog recherchiert.

Statt „Netflix & Chillen“ gibts bei uns zur Primetime Nachhaltigkeit und guten Willen, und so drehte es sich selbst wenn wir einmal fernsehen wie auch sonst in unserem Blog alles um das Thema Verpackung. In Anpacken statt Verpacken“ gab es ein kleines Review zum gleichnamigen 30 Minuten Film. Interessiert finden hier nicht nur unsere kurze Zusammenfassung, sondern auch den Link zum selber nachsehen.

Bereits bevor wir uns von euch verabschiedeten hieß es Tschüss Plastik! Hallo Putzmittel Tabs hier stellten wir euch das geniale Konzept von Everdrop vor. Individuelles Waschmittel je nach dem Wasserhärtegrad bei euch zu Hause klingt nach Utopie ist aber nicht nur Realität, sondern auch noch günstig und nachhaltig dazu.

Bevor wir uns jetzt verabschieden, erzählten wir in unserem bisher letzten Blog über die interessanten Lieferanteninterviews die wir führen durften und dass Verpackungsfrei so manche Herausforderung für die Zulieferer birgt. Wie Lasertechnologie nicht nur die Dunkle Seite der Macht, sondern auch Plastik besiegt könnt ihr in Branding ganz ohne Müll nachlesen erfahren.

Und hiermit dürfen wir uns auch schon bei unseren treuen Lesern und Leserinnen verabschieden. Es hat uns wirklich sehr Spaß gemacht den Blick über den Tellerrand zu unseren Nachbarn in Deutschland zu wagen und euch das näher zu bringen, was uns am Herzen liegt eine nachhaltigere und verpackungsfreie Welt.

Dankeschön und eine schöne Sommerzeit wünscht
euer Team Deutschland

UniKorn

Kärtner*innen aufgepasst! Heute stellen wir euch den verpackungsfreien, regionalen Lieferservice von UniKorn vor.

Was steckt dahinter?

Der Wunsch nach regionalen und möglichst unverpackten Produkten führte Desiree Schellander 2016 dazu ihren eigenen kleinen Unverpacktladen in Villach zu eröffnen. Mittlerweile ist dieser Laden Geschichte, denn seit Mai 2019 konzentriert sich die diplomierte Kräuterpädagogin vollkommen auf ihren Lieferservice, mit dem sie ganz Kärnten mit unverpackten, regionalen Produkten versorgen möchte.

Bestellung auf Knopfdruck

Die aktuelle Produktliste kann man ganz einfach per Mail anfordern und schon steht der ersten Bestellung nichts mehr im Weg! Es werden regional produzierte Produkte angeboten, die man dann bequem von zu Hause aus bestellen und sich bis vor die eigene Haustüre liefern lassen kann. Der Liefertag kann individuell ausgemacht werden und die Zustellkosten betragen 2,50 Euro pro Bestellung beziehungsweise entfallen sie ab einem Bestellwert von 100 Euro sogar ganz.

Kräuterhexe Freya

Die zweite Leidenschaft der Kärntnerin sind Kräuter, weshalb sie mit ihrem Bio-Partnerbetrieb in Altfinkenstein an verschiedenen Kräuterspezialitäten arbeitet. Außerdem bietet sie neben ihren eigenen Produkten auch eine Beratung, Kräuterwanderungen und Workshops an. Diese finden jeden 2. Freitag und 4. Samstag im Monat jeweils von 10-14 Uhr statt, wobei die Wanderungen bei Schlechtwetter entfallen. Pro Person beträgt der Kostenbeitrag 20 Euro (für Kinder von 6-14 sind es nur 10 Euro) und natürlich darf man sich auch einen Teil der selbstgemachten Produkte mit nach Hause nehmen. Bei der Wanderung wird die Pflanzenwelt unter der Burgruine Finkenstein erkundet und die ein oder anderen Kräuter werden auch gleich mitgenommen. Anschließend erfahren die KursteilnehmerInnen mehr über den richtigen Einsatz in der Küche und können ihr theoretisches Wissen auch gleich beim gemeinsamen Kochen in die Tat umsetzen.

Kräuterwanderung oder -workshop sind nicht nur etwas für KärtnerInnen, man kann dieses Erlebnis auch einfach mit dem nächsten Urlaub in Kärnten verbinden!

Denkt immer daran: Pay attention 🚨 Waste prevention!
Euer Team „Österreich +“ Tom, Olivia, Tanja, Katrin und Gabi

Quelle: https://unikorn.jimdosite.com/ueber-unikorn/

Branding ganz ohne Müll

In einigen Bereichen des Supermarkts, sind noch Barrieren gesetzt, die die Verpackungsvermeidung nicht gerade einfacher gestalten. Im Rahmen des Projektes „1,2,3 – verpackungsfrei“ hatten wir, das Team Deutschland, das Vergnügen und durften ein paar Lieferanten zu deren Meinungen und Ideen, bei der Vermeidung von Einwegverpackung, interviewen. Dabei ließ sich feststellen, es ist bereits der Trend bei Konsumenten da, mehr auf die Vermeidung von Verpackungen beim Lebensmitteleinkauf zu achten. Und auch einige Produzenten und Lieferanten möchten diesem Trend folgen und darin investieren. Doch es stellen sich, wie schon angesprochen, auch einige Steine in den Weg. Wie zum Beispiel, wenn es um Bioprodukte geht. So ist es gesetzlich geregelt, dass ein Produkt aus biologischer Herkunft, das auch klar kennzeichnen muss. Dafür braucht es eben eine Verpackung oder zumindest einen Aufkleber. Da fragt man sich dann schon, ob der viele Verpackungsmüll dann in Verbindung mit einer Bio-Marke überhaupt sinnvoll ist, da es ja eigentlich einen Mehrwert für die Umwelt bringen sollte, vor allem wenn es sich auch noch um ein regionales Produkt handelt. Oder gibt es etwa doch auch einen anderen Weg zur Kennzeichnung?

Natural Branding

Dank der Technologie des Natural Brandings, kann bei einigen Arten von Bio-Obst und Bio-Gemüse und natürlich auch bei nicht Bio-Waren nun ganz auf die Verpackung verzichtet werden. Das gelingt durch ein Lasergerät. Das deutsche Unternehmen Eco-Markt verkauft solche Maschinen und erklärt, wie es funktioniert:

  • Die oberste Schicht der Schale einer Frucht oder eines Gemüses wird entfernt und das, ohne dem Produkt Schaden zuzuführen.
  • Diese Stelle hebt sich dadurch von dem Rest der Schale ab, sodass ein Logo bzw. eine Kennzeichnung sichtbar gemacht werden kann und das ganz ohne Verpackung oder Aufkleber.
  • Produkte wie Kürbisse, Äpfel, Gurken und noch viele mehr können damit gekennzeichnet werden.
  • Es werden zudem keine chemischen Inhaltsstoffe oder Farbstoffe verwendet.
  • Die Haltbarkeit soll nicht dadurch beeinflusst werden.
  • Mehr kannst du hier erfahren: https://eco-mark.de/laserbeschriftung/obst-gemuese/

Produkte, an denen diese Methode bereits angewendet wird, findet man in Deutschland bereits in Supermärkten wie Rewe, Edeka oder auch Aldi. Auch in manchen österreichischen Supermärkten lässt sich bereits das ein oder andere Obst oder Gemüse mit gelasertem Logo finden. Eine tolle Möglichkeit, um auch bei Gemüse und Obst aus biologischer Landwirtschaft auf Einweg-Verpackung zu verzichten.

Verpackungen aus Zucker anstatt aus Plastik

Kann man Lebensmittel aus vollkommen biologischer Landwirtschaft, in umweltfreundlicher und zum Teil sogar in voll kompostierbarer Verpackung zu normalen Preisen kaufen? Ja kann man! Die Biosupermarktkette Ekoplaza in den Niederlanden macht vor, wie es funktioniert. 

Die zunehmenden Umweltprobleme, die durch unsere heutige Wegwerfgesellschaft großteils durch Verpackungsmüll entstehen, haben das Unternehmen zum Umdenken gebracht. Gemeinsam mit der Organisation Plastic Soup Foundation* wurde an Möglichkeiten gearbeitet, um den Plastikeinsatz im Supermarkt zu reduzieren. So wurden im ersten Schritt unnötige Verpackungen, wie beispielsweise mehrfach in Plastik verpackte Lebensmittel, aus dem Sortiment verbannt. 

In Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Bio4Pack konnten die ersten voll kompostierbaren Verpackungen für den Biosupermarkt Ekoplaza hergestellt werden. Somit können beispielsweise Linsen, Haferflocken etc. vorverpackt verkauft werden und nach dem Verbrauch ohne Bedenken im Biomüll entsorgt werden. 

Hergestellt werden diese Folienverpackungen mithilfe von Zuckerrohr und der Zugabe von Milchsäure. Sie ist notwendig, um die nötige Festigkeit zu erhalten. Das Verpackungsmaterial benötigt rund 12 Wochen, um in industriellen Kompostieranlagen zersetzt zu werden. Leider ist es noch nicht möglich, die Zuckerverpackung auf dem eigenen Kompost zu entsorgen, da der Zersetzungsprozess von Bioplastik nur bei einer bestimmten Temperatur möglich ist. 

Neben den Einsatz dieser innovativen Verpackungsart des Bioplastiks, verpackt Ekoplaza auch mit recycelten Materialien aus Papier, Karton und Metall. Aber auch Pfandsysteme für Mehrweggläser werden angeboten, damit Konsumenten unverpackt einkaufen können. 

Angeboten werden die plastikfrei verpackten Produkte in einem „plastikfreien Gang“ in allen Filialen von Ekoplaza. Mittlerweile gibt es über 1400 Produkte welche rund 25 % des gesamten Produktsortiments ausmachen und zu handelsüblichen Preisen verkauft werden. Der Anteil steigt stetig, da die Zuckerverpackungen gleich stabil wie herkömmliche Plastikverpackungen sind. Dadurch kann sie das Unternehmen für immer mehr ihrer Lebensmittel der Eigenmarke einsetzen.

Natürlich sei hier erwähnt, dass man im Idealfall generell auf Einmalverpackungen verzichten sollte. Dennoch stellt Bioplastik für Produkte, die nicht unverpackt angeboten werden können, eine gute Alternative zu Plastik dar. Wer sich noch tiefer mit dem Thema rund um biologisch abbauenden Kunststoffen beschäftigen möchte, kann sich beispielsweise hier https://www.global2000.at/bioplastik weiter schlaumachen. 

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende, euer Team Westeuropa! 

Quellen:

*https://www.plasticsoupfoundation.org/en/

https://www.bio4pack.com/de/

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/diese-tueten-sind-aus-zucker-86232

https://www.ekoplaza.nl & https://cdn.ekoplaza.nl/ekoplaza/cms/files/media/012ca5e836eb422130b0535733bbde70.pdf 

Foto: Pixabay

Wir ziehen Resümee!

Das Sommersemester geht nun langsam aber doch dem Ende zu und somit auch (leider) unser Interdisziplinäre Praktikum „Alternative Verpackungskonzepte und Verpackungsvermeidung für Supermärkte“. Wir dürfen euch nun in unserem aktuellen Blogpost ein paar Einblicke in die Ergebnisse unserer Umfragen unter den Kund*innen sowie Lieferant*innen und Mitarbeiter*innen von SPAR vorstellen.

Online-Umfrage „Verpackungsreduktion im Supermarkt“

In unserer Studie wollten wir mehr zur Einstellung der Österreicher*innen zum verpackungsarmen Einkaufen im Supermarkt herausfinden. Dazu umfasst die Studie insgesamt 21 Fragen. In einem Zeitraum von 1 Monat nahmen 989 Teilnehmer*innen an der Online-Umfrage teil.

Das Engagement von SPAR im Bereich von Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in der Umfrage wider, da 45% der Befragten angibt, dass sie glauben, dass SPAR die Reduktion von Verpackungen wichtig ist. Weit abgeschlagen folgen Hofer mit 12,5% und Billa mit rund 9%.

Die meist genutzten Verpackungsarten zur Abfallvermeidung sind Pfandflaschen sowie das selbst mitgebrachte Obstsackerl. Auf die Frage welche Produkte die Kunden bereits unverpackt erwerben, kam in 80% der Fälle die Antwort „Gemüse“ knapp gefolgt von Obst. Fisch und Kosmetikartikel können sich viele eher nicht vorstellen unverpackt zu erwerben (~5%). Knapp 20% erwerben bereits Wurst und Fleischprodukte sowie Eier unverpackt bzw. in mitgebrachten Behältnissen. Für Trockenprodukte wie beispielsweise Cerealien, Nudeln und Reis sind rund 80% der Befragten bereit, diese unverpackt zu erwerben.

Die überwiegenden Gründe sich FÜR unverpackte Lebensmittel zu entscheiden sind der Umweltaspekt und die Abfallreduktion. Zweifel haben viele bezüglich der Hygiene und für einen Großteil ist diese Art des Einkaufens zu umständlich.

Umfrage unter den Lieferanten

In den letzten Monaten konnten über Skype Interviews mit den Unternehmen Wolf Nudeln, Beerengut, Farina und Pilzkiste und ein paar weiteren geführt werden. Dabei kristallisierten sich folgende Vorteile durch Verpackungsvermeidung für die Lieferanten heraus:

  • Kostenersparnis
  • Besseres Image / Marketing
  • Personalkosten sinken
  • Mehr Lagerflächen verfügbar

Dennoch gibt es auch Nachteile für Lieferanten wie beispielsweise die Haltbarkeit der Produkte, welche unverpackt natürlich nicht mehr so lange haltbar sind. Ein weiterer Punkt, an den viele nicht denken würden, ist das Fehlen der Werbeflächen, was jedoch für Lieferanten sehr wichtig erscheint.

Sehr positiv ist, dass sich wirklich alle Lieferanten mit Verpackungsvermeidung beschäftigen. Dennoch hängt das Einsparungspotential sehr stark vom Produkt ab, da Nudeln und Fleischprodukte natürlich nicht im gleichen Material verpackt werden können. Hier ist vor allem die Verpackungsindustrie gefragt, bessere Lösungen und neuartige Materialien auf den Markt zu bringen.

Umfrage unter den SPAR Mitarbeiter*innen

Der Zweck der Umfrage unter SPAR Mitarbeiter*innen bestand darin, herauszufinden wie sich das Bewusstsein und die Handlungsbereitschaft der Mitarbeiter bzgl. Verpackungsvermeidung verändert. Zu den Vorteilen von unverpackten Lebensmitteln kamen in den Interviews die Themen Individualität, Regionalität sowie Haltbarkeit auf. Nachteile sehen die Mitarbeiter in den Bereichen Hygiene, Kontaminierung und Lagerung. Als zukünftige Hürden sehen die Mitarbeiter die Hygienerichtlinien, den logistischen Aufwand sowie die Bewusstseinsförderung der Kundinnen. Dies muss unbedingt erfolgen, denn nur so kann der Allgemeinheit auch der Sinn und Zweck näher gebracht werden.

Abschließend können wir noch etwas verraten: Bald schon werdet ihr die eine oder andere Idee zur Verpackungsreduktion in eurem SPAR finden! Wir sind sehr gespannt!

Vielen Dank für das fleißige Lesen unserer Beiträge und hoffentlich war auch etwas Spannendes für jeden dabei!

Das wars schon wieder von unserer Seite und wir wünschen euch einen schönen Sommer und hoffen, dass ihr weiterhin umweltbewusst durchs Leben geht!

Euer FSS Team sowie das gesamte IP

https://presse.uni-graz.at/en/neuigkeiten/detail/article/6000-euro-fuer-nachhaltige-masterarbeit/

Afrika!

Afrika, wenn man dieses Wort auch nur liest geht das Kopfkino schon los. Der schwarze Kontinent, der Ursprung des Lebens, wilde Tiere, Steppe und vieles mehr assoziieren wir mit diesem Teil unseres Planeten. Ein Gedanke kommt auch immer wieder, Abfall und Verschmutzung, oft hört man von Elektroschrott und anderem Müll der in die verschiedensten Länder Afrikas abgeschoben wird. An das Alles denkt man wenn man Afrika liest, aber auf eines würde man sicher nicht so leicht kommen, Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung. Und da täuschen wir uns aber gewaltig!

Aushängeschild Südafrika

Allein in Kapstadt gibt es mehrere Zero Waste Shops. Nude Foods ist nur einer davon, hier wird aufgrund der derzeitigen Corona-Situation sogar ein heimbring Service angeboten.

Das Team von Shop Zero SA in Kapstadt organisiert auch Strandsäuberungen und hält Vorträge in Schulen.

Ausbreitung nach Norden

In Südafrika gibt es also schon einige Zero Waste Shops, aber auch in den nördlichen Nachbarländern Simbabwe und Namibia gibt es Möglichkeiten ohne Verpackung Einzukaufen.

In Simbabwe führt ein Ehepaar einen Zero Waste Shop. Der Waste Me Not Sustainable Living –Shop soll nicht nur zum Einkaufen sein, sondern auch ein Ort, an dem man vieles über eine nachhaltige Lebensweise lernen kann.

In Namibia gibt es den Zero Waste Store, ein Shop bei dem man einfach seine leeren, aber beschrifteten Behälter abgeben kann. Die Behälter werden vom Personal befüllt und man kann seinen Einkauf später abholen. In der Zwischenzeit können die Kunden zum Beispiel andere Besorgungen unternehmen, bei diesem Shop spart man also Zeit und Verpackung ein.

Stay tuned und denkt immer dran: Pay attention 🚨 Waste prevention!

Euer Team „Österreich +“ Olivia, Tanja,Tom, Gabi und Katrin

Quelle: https://lifelivedsimply.co/2019/04/23/zero-waste-shopping-in-south-africa/

Tschüss Plastik! Hallo Putzmittel Tabs

Vielleicht hat es der ein oder andere von euch bereits auf den sozialen Netzwerken gesehen: Ein kleines Drop, das in eine Wasserflasche fällt und schwupps – fertig ist das Putzmittel. Der Shop dahinter nennt sich Everdrop und wirbt zurzeit wie verrückt auf sozialen Netzwerken wie Instagram. Sogar die Sendung Galileo widmete den kleinen Wundertabs in dem Beitrag „Weltretten für Faule“ Sendezeit. Doch was steckt hinter dem Ganzen und wie funktionieren die kleinen Drops?

Die praktische Alternative für alle Putzwütigen oder eher weniger Putzwütigen

Ob Glas-, Bad-, oder Allzweckreiniger, für jede Anwendung gibt es passende Tabs. Die gibt man einfach in Leitungswasser, schüttelt es einmal kräftig durch und kann sofort motiviert durchstarten.

Doch das war noch nicht Alles: auch Waschmittel bietet Everdrop an. Dieses soll bis zu 50% an Tensiden einsparen – bei gleicher Waschleistung, so das Unternehmen. Erreicht wird dies durch eine optimale Anpassung des Waschmittels an die Wasserhärte deines Wohnorts. Du weißt den Wert der Wasserhärte an deinem Wohnort nicht? Kein Problem, beim Online Shop gibst du deine Postleitzahl bekannt und die Wasserhärte, sowie das passende Waschmittel werden angezeigt. Wir finden, das ergibt Sinn!

Und warum sind die jetzt genau gut für unsere Umwelt?

Also da wir uns hier auf einem Blog über Verpackungsmüllvermeidung befinden ist der klare Vorteil von Everdrop nicht so schwer zu erraten…Richtig! Die Verpackung. Die wird nämlich nur sehr sparsam verwendet. Geliefert werden die Drops in einem kleinen Papiersäckchen, die je 3 davon enthalten. Diese Säckchen sind mit der benötigten Feuchtigkeitsbarriere ausgestattet, dürfen aber trotzdem in unsere Altpapiertonne. Außerdem kann man Mehrwegsprühflaschen aus recyceltem Plastik dazubestellen, falls man keine davon zu Hause hat. In einer Kartonschachtel geht’s dann über den Postweg bis zu dir nach Hause.

Die Zeitschrift Utopia gibt außerdem zu bedenken: „Herkömmliche Putzmittel bestehen oft zu rund 95 Prozent aus Wasser. Weil dieses Gewicht bei den Tabs wegfällt, könnten sie hochgerechnet eine Menge Transportwege und damit CO2-Emissionen sparen.” (Flatley, Annika (24.03.2020): „Plastikfrei: Startup bietet feste Reinigungsmittel in Tablettenform“, in: Utopia)

Und last but not least: die neuartigen Putzmittel sollen den Geldbeutel schonen. Mit 1€ pro Tab kommt man nämlich günstiger davon als mit gängigen Produkten, die durchschnittlich 1,70€ kosten.

Ich konnte euer Interesse wecken und ihr wollt das Produkt ganz einfach im Online Shop bestellen? Dann schaut doch hier auf der Website vorbei: https://www.everdrop.de/

„En vrac“ – Warum Franzosen nicht zur Verpackung greifen

In Zeiten, in denen selbst große Supermarktketten auf Plastiktüten verzichten, um das aus Erdöl hergestellte Plastik zu reduzieren stellen wir uns die Frage, wie das denn mit den unzähligen Verpackungen der Lebensmittel selbst ist, und stellen fest, dass uns die Franzosen beim Unverpackten einen Schritt voraus sind! Ein Überblick über verpackungslose Einkaufsmöglichkeiten in Frankreich.

Verpackungsfrei einkaufen – was ist das noch mal schnell? 

Das Prinzip und das Ziel der verpackungsfreien Supermärkte liegen auf der Hand: die Müllvermeidung. In großen Spenderbehältern können trockene Nahrungsmittel, wie Zucker, Mehl, Nüsse oder Getreide aber auch Essig und Öl zum selbst Zapfen angeboten werden. Die Nahrungsmittel werden vom Kunden in wiederverwendbare Behälter abgefüllt, die er selbst mitbringt oder sich vor Ort kauft bzw. leiht. Viele Geschäfte bieten zudem recycelbare Behälter etwa aus Papier oder Algen an. Ein weiterer Vorteil für den Konsumenten ist, dass er genau die gewünschte Menge abfüllen kann und somit keine Lebensmittel verschwendet werden. Auch kann trotz des logistischen Mehraufwands am Preis gespart werden. Einen sozialen Vorteil bringt diese Art des Lebensmittelverkaufs auch mit sich: es wird Servicepersonal benötigt, zum Beispiel um die großen Spenderbehälter immer wieder aufzufüllen, was wiederum Arbeitsplätze schafft und verhindert, dass Kassiererstellen durch Selbstverbuchungsmaschinen ersetzt werden.

Bio Coop – eine Initiative mit Weitblick 

In Frankreich bieten Biomärkte schon seit mehreren Jahren zusätzlich zum herkömmlichen Sortiment diesen verpackungslosen Selbstbedienungsservice an. Egal ob Kekse, Samen, Trockenfrüchte oder Linsen, alles wird selbst abgefüllt und gewogen. Ein praktischer Einkaufsspaß, der sich auch in Paris großer Beliebtheit erfreut. Bio Coop, eine der ersten Bioinitiativen Frankreichs mit über 350 Filialen ist sogar so weit gegangen, dass er einen 100 % verpackungslosen Supermarkt eröffnet hat. Die Filiale wurde anlässlich der Cop 21 in Paris auf begrenzte Zeit eröffnet und Biocoop 21 genannt. Die Testversion kam bei den Parisern gut an: rund 300 Kunden zählte der Laden in der rue du Château d‘Eau in Paris täglich. Die erfolgreiche Testphase von Biocoop 21 spiegelt klar wieder, dass Konsumenten auf verpackungsfreies Einkaufen großen Wert legen!

Frischprodukte werden so weit als möglich frisch aufgeschnitten und stellen damit ebenfalls einen Bruch mit den derzeitigen Verkaufspraktiken in Bioketten dar, in denen bisher keine Aufschnittware angeboten wurde. Mit Hilfe der Wiederverwendung von Behältern, kompostierbaren Verpackungen und der Einführung eines Pfandsystems, will sich Biocoop dem ambitionierten Ziel von 0 % Verpackungsmüll so weit wie möglich annähern.

Fazit: Unverpackt kommt immer öfter, Verpackungsvermeidung bzw. Reduktion ist den Leuten wichtig geworden. Handelsunternehmen erkennen diesen Trend und versuchen sich darauf einzustellen und umzustellen – hoffentlich mit Zukunft!

www.biocoop.fr

Liebe Grüße, 

Euer TEAM Westeuropa

Unverpacktläden – wo bleibt der Durchbruch?

Wir alle haben schon mal von dem kürzlich aufkommenden Trend der Unverpacktläden gehört. Doch habt ihr auch schon mal in einem von den mittlerweile vielen Geschäften eingekauft? Und falls nein, wieso nicht?

Dieses Konzept hat sich leider noch nicht vollständig in der Gesellschaft durchgesetzt und noch immer kauft der Großteil der Bevölkerung lieber in den herkömmlichen Supermärkten ein. Die am häufigsten genannten Gründe dafür erfahrt ihr hier.

Mangelnde Hygiene

Rund 58% der befragten Menschen geben mangelnde Hygiene als den Hauptgrund dafür an wieso sie nicht in Unverpacktläden einkaufen wollen. Doch die Behälter für beispielsweise Reis oder Nudeln sind fest verschlossen und niemand kann an die Lebensmittel fassen oder diese durch niesen oder husten kontaminieren. Die Kunden halten ihre Gefäße unten an die Öffnung und dann fällt die gewünschte Ware raus. Wird zu viel abgefüllt, muss der Kunde die Ware trotzdem nehmen.

Es können auch keine Insekten in die Behälter gelangen. Außerdem kontrolliert die Lebensmittelüberwachung die Einhaltung der Hygienevorschriften regelmäßig. Potenzielle Kunden müssen sich also keinerlei Sorgen machen, dass sie verschmutzte Lebensmittel erhalten und können durch einen Einkauf in derartigen Läden einiges an Verpackung sparen.

Kein Unverpacktladen in unmittelbarer Nähe

Ein weiterer Grund für den fehlenden Durchbruch ist die geringe Frequenz dieser Läden. Konsumenten klagen darüber, dass in ihrer Nähe keine Unverpacktläden verfügbar sind. Hier steckt ein großes aber leider noch ungenutztes Potenzial und sollte unbedingt ausgeschöpft werden. Lebensmittel, die nicht verpackt sind, sind auch schwerer zu transportieren. Daher stellen längere Wege zum Laden durchaus Hürden da.

Fehlen von Fertiggerichten

Das Fehlen von Fertiggerichten stellt auch einen Grund da, wieso Konsumenten lieber in herkömmlichen Supermärkten ihre Einkäufe erledigen. In der heutigen Zeit ist Stress und Zeitdruck alltäglich. Daher ist es bequemer auf Gerichte zurückzugreifen, die in 10 Minuten oder weniger genießbar sind.

Für die Gesundheit ist selbst Kochen allerdings viel besser. Fertiggerichte sollten daher generell gar nicht oder zumindest selten auf der Einkaufsliste stehen. Ein Einkauf in einem Unverpacktladen impliziert auch gleich kochen, denn dort kann man nur gänzlich unverarbeitete Produkte erwerben.

Preise sind zu teuer

Unverpacktläden sind oftmals ein bisschen teuer als konventionelle Supermärkte. Allerdings werden in Läden ohne Verpackungen auch nur unbehandelte Produkte verkauft. Denn unverpackt aber konventionell passt nicht zusammen. In Unverpacktläden wird auf Produkte, die beispielsweise mit Spritzmitteln behandelt werden verzichtet. Unbehandelte Produkte sind besser für die Umwelt und auch für unsere Gesundheit.

Für gute Produkte lohnt es sich also durchaus ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen.

Gemeinsam Verpackungen sparen

Obwohl ein Einkauf in einem Unverpacktladen etwas mehr Zeit und Mühe in Anspruch nimmt, ist dieser in vieler Hinsicht besser für die Natur, die Umwelt und auch uns Menschen.

Wir alle sollten diesem Konzept also eine Chance geben und unsere Bequemlichkeit überwinden. Nur gemeinsam können wir dem Verpackungswahnsinn ein Ende setzen.

Eure Plastikfreaks, euer FFS-Team!

Quelle: https://www.splendid-research.com/de/statistiken/item/umfrage-ablehnung-unverpackt-supermarkt.html

Bild: https://www.derwesten.de/panorama/vermischtes/unverpackt-laden-rueckruf-weil-diese-peinliche-panne-passiert-ist-id227908653.html

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