Branding ganz ohne Müll

In einigen Bereichen des Supermarkts, sind noch Barrieren gesetzt, die die Verpackungsvermeidung nicht gerade einfacher gestalten. Im Rahmen des Projektes „1,2,3 – verpackungsfrei“ hatten wir, das Team Deutschland, das Vergnügen und durften ein paar Lieferanten zu deren Meinungen und Ideen, bei der Vermeidung von Einwegverpackung, interviewen. Dabei ließ sich feststellen, es ist bereits der Trend bei Konsumenten da, mehr auf die Vermeidung von Verpackungen beim Lebensmitteleinkauf zu achten. Und auch einige Produzenten und Lieferanten möchten diesem Trend folgen und darin investieren. Doch es stellen sich, wie schon angesprochen, auch einige Steine in den Weg. Wie zum Beispiel, wenn es um Bioprodukte geht. So ist es gesetzlich geregelt, dass ein Produkt aus biologischer Herkunft, das auch klar kennzeichnen muss. Dafür braucht es eben eine Verpackung oder zumindest einen Aufkleber. Da fragt man sich dann schon, ob der viele Verpackungsmüll dann in Verbindung mit einer Bio-Marke überhaupt sinnvoll ist, da es ja eigentlich einen Mehrwert für die Umwelt bringen sollte, vor allem wenn es sich auch noch um ein regionales Produkt handelt. Oder gibt es etwa doch auch einen anderen Weg zur Kennzeichnung?

Natural Branding

Dank der Technologie des Natural Brandings, kann bei einigen Arten von Bio-Obst und Bio-Gemüse und natürlich auch bei nicht Bio-Waren nun ganz auf die Verpackung verzichtet werden. Das gelingt durch ein Lasergerät. Das deutsche Unternehmen Eco-Markt verkauft solche Maschinen und erklärt, wie es funktioniert:

  • Die oberste Schicht der Schale einer Frucht oder eines Gemüses wird entfernt und das, ohne dem Produkt Schaden zuzuführen.
  • Diese Stelle hebt sich dadurch von dem Rest der Schale ab, sodass ein Logo bzw. eine Kennzeichnung sichtbar gemacht werden kann und das ganz ohne Verpackung oder Aufkleber.
  • Produkte wie Kürbisse, Äpfel, Gurken und noch viele mehr können damit gekennzeichnet werden.
  • Es werden zudem keine chemischen Inhaltsstoffe oder Farbstoffe verwendet.
  • Die Haltbarkeit soll nicht dadurch beeinflusst werden.
  • Mehr kannst du hier erfahren: https://eco-mark.de/laserbeschriftung/obst-gemuese/

Produkte, an denen diese Methode bereits angewendet wird, findet man in Deutschland bereits in Supermärkten wie Rewe, Edeka oder auch Aldi. Auch in manchen österreichischen Supermärkten lässt sich bereits das ein oder andere Obst oder Gemüse mit gelasertem Logo finden. Eine tolle Möglichkeit, um auch bei Gemüse und Obst aus biologischer Landwirtschaft auf Einweg-Verpackung zu verzichten.

Tschüss Plastik! Hallo Putzmittel Tabs

Vielleicht hat es der ein oder andere von euch bereits auf den sozialen Netzwerken gesehen: Ein kleines Drop, das in eine Wasserflasche fällt und schwupps – fertig ist das Putzmittel. Der Shop dahinter nennt sich Everdrop und wirbt zurzeit wie verrückt auf sozialen Netzwerken wie Instagram. Sogar die Sendung Galileo widmete den kleinen Wundertabs in dem Beitrag „Weltretten für Faule“ Sendezeit. Doch was steckt hinter dem Ganzen und wie funktionieren die kleinen Drops?

Die praktische Alternative für alle Putzwütigen oder eher weniger Putzwütigen

Ob Glas-, Bad-, oder Allzweckreiniger, für jede Anwendung gibt es passende Tabs. Die gibt man einfach in Leitungswasser, schüttelt es einmal kräftig durch und kann sofort motiviert durchstarten.

Doch das war noch nicht Alles: auch Waschmittel bietet Everdrop an. Dieses soll bis zu 50% an Tensiden einsparen – bei gleicher Waschleistung, so das Unternehmen. Erreicht wird dies durch eine optimale Anpassung des Waschmittels an die Wasserhärte deines Wohnorts. Du weißt den Wert der Wasserhärte an deinem Wohnort nicht? Kein Problem, beim Online Shop gibst du deine Postleitzahl bekannt und die Wasserhärte, sowie das passende Waschmittel werden angezeigt. Wir finden, das ergibt Sinn!

Und warum sind die jetzt genau gut für unsere Umwelt?

Also da wir uns hier auf einem Blog über Verpackungsmüllvermeidung befinden ist der klare Vorteil von Everdrop nicht so schwer zu erraten…Richtig! Die Verpackung. Die wird nämlich nur sehr sparsam verwendet. Geliefert werden die Drops in einem kleinen Papiersäckchen, die je 3 davon enthalten. Diese Säckchen sind mit der benötigten Feuchtigkeitsbarriere ausgestattet, dürfen aber trotzdem in unsere Altpapiertonne. Außerdem kann man Mehrwegsprühflaschen aus recyceltem Plastik dazubestellen, falls man keine davon zu Hause hat. In einer Kartonschachtel geht’s dann über den Postweg bis zu dir nach Hause.

Die Zeitschrift Utopia gibt außerdem zu bedenken: „Herkömmliche Putzmittel bestehen oft zu rund 95 Prozent aus Wasser. Weil dieses Gewicht bei den Tabs wegfällt, könnten sie hochgerechnet eine Menge Transportwege und damit CO2-Emissionen sparen.” (Flatley, Annika (24.03.2020): „Plastikfrei: Startup bietet feste Reinigungsmittel in Tablettenform“, in: Utopia)

Und last but not least: die neuartigen Putzmittel sollen den Geldbeutel schonen. Mit 1€ pro Tab kommt man nämlich günstiger davon als mit gängigen Produkten, die durchschnittlich 1,70€ kosten.

Ich konnte euer Interesse wecken und ihr wollt das Produkt ganz einfach im Online Shop bestellen? Dann schaut doch hier auf der Website vorbei: https://www.everdrop.de/

Anpacken statt Verpacken

Wege aus dem Müll-Dilemma

In der Dokumentation „Anpacken statt Verpacken“ beschäftigt sich der Kultursender ARTE mit dem Verpackungsproblem, deutschen sowie weltweiten „Umdenkern“ und deren Ideen.

Zuerst stellt die Doku den Unverpackt-Laden „Grünkorn“ in Wülfrath in Nordrhein-Westfahlen vor. Dieser ist zwar nur einer von 191 Unverpackt-Läden in Deutschland, aber ein gutes Beispiel dafür, wie so ein Laden läuft.

Außerdem wird von jungen Unternehmen berichtet, die mit ihren Ideen das Problem Verpackungsmüll beim Schopf packen wollen:

In Bali, Indonesien, hat Kevin Kumala aus dem Wurzelgemüse Maniok ein Material entwickelt, welches biologisch abbaubar und essbar ist.  Mit dieser Idee gründete er seine Firma Avani, die Maniok-Mehltüten herstellt.

Wieder in Deutschland; Hier beschäftigt sich Familie Eschenlohr mit einer alternativen Verpackungsmöglichkeit, das Styropor ersetzen soll: Dämmplatten aus Stroh.

Es wird die Lagerhalle der Firma Bananeira in Erlangen besucht. Von dort aus werden viele Lebensmittel in die Unverpackt-Läden Deutschlands geliefert. Die Gründer Ümit Sormaz und Jonas Schmiedle erzählen von dem Wunsch Einmalfolie den Gar aus zu machen, möglichen Alternativen und einem Pfandsystem für Ketchup und Co.

Abschließend besucht man zusammen mit Marina Beermann die „Fruit Lugistica“-Messe in Berlin. Hier sucht die WWF-Mitarbeiterin nach innovativen Ideen, die sie zusammen mit EDEKA umsetzen kann.

Die Doku bietet in 30 Minuten einen äußerst informativen Überblick über Deutschlands Müllproblem, und denen, die diesem den Kampf angesagt haben. Für alle, die neugierig auf innovative Verpackungs-Alternativen sind, oder einfach mal einen Blick hinter die Kulissen von Unverpackt-Läden und Co werfen wollen, ist die Doku sehr zu empfehlen.

Aber auch Leuten, die einfach mal in das Thema hineinschnuppern wollen, ist die Doku sehr ans Herz zu legen.

Also, hier der Link:

https://www.arte.tv/en/videos/090637-078-A/re-packaging-destined-for-landfill/

Zurücklehnen und anschauen!

Quetsch-Quatsch

Welches Kind liebt sie nicht? Manche behaupten sie wären der Coffee-to-go für Kinder. Doch sogar der ein oder andere Erwachsene greift da gerne mal zu: Quetschies. Der beliebte Obstbrei aus der Tüte sorgt aber gleichzeitig für Kritik was die Verpackung und den Inhalt betrifft.

Die klassischen Quetschies aus dem Supermarkt

Keine Frage, praktisch sind die Dinger ja. Mit einem Handgriff zum gesunden Snack. Oder etwa nicht? Leider ist das weder aus Ernährungs- noch aus Umweltsicht gesund, denn Quetschies bringen viel an Verpackung mit sich, die nach einmaligem Gebrauch in dem Müll landen. Der Inhalt gibt auch nicht viel her und beschränkt sich auf bis zu 100 ml. Die Verpackung von Einweg-Quetschies aus dem Supermarkt sind zudem nicht nur aus Kunststoff, sondern auch aus Aluminium, das einen hohen Energieaufwand in der Produktion benötigt. Auch aus ernährungsbedingten Gründen wäre frisches Obst eine bessere Alternative, da der Zuckeranteil in Quetschies durch Haltbarmachung deutlich überwiegt und bei Testungen in Produkten teilweise sogar Pestizide oder Rückstände anderer chemischen Pflanzenschutzmittel gefunden wurden.

Quetschie 2.0

Wer dennoch nicht auf den Obstbrei in trendiger Verpackung verzichten möchte, für den gibt es die Lösung: Mehrweg-Quetschies. Sie bestehen entweder aus Kunststoff oder Silikon und können mehrmals verwendet werden. Sie sind spülmaschinenfest und man kann sie wieder selbst befüllen. Dabei kann der Inhalt entweder gekauft oder selbstgemacht sein. Die Tüten sind gefriergeeignet und so kann der Obstbrei auch noch für länger genießbar sein. Die wiederverwendbaren Quetschies können 50 bis 100 Einweg-Quetschies ersetzen. Das senkt nicht nur den CO2 Verbrauch, sondern durch den Wegfall von Aluminium kann die Verpackung auch recycelt werden.

Neugierig geworden? Hier erfährst du mehr: https://www.smarticular.net/quetschies-selber-machen-und-mehrweg-beutel-befuellen/

Mehrweg für die Umwelt

Derzeit gibt es die Mehrweg-Quetschies leider nur online zu erwerben, auch wenn der Markt dafür immer mehr zunimmt. Es gibt auch eine Petition, die fordert, dass Einweg-Quetschies gar nicht mehr in bestimmten Märkten angeboten werden sollten. Wie man sieht, wäre die Mehrweg-Variante auf jeden Fall die bessere. Damit wäre dieses Produkt wenigsten kein Einweg-Quetsch-Quatsch mehr, sondern es kann Müll vermindert, sowie CO2 bei der Produktion und beim Transport eingespart werden. Der Umwelt zuliebe, wäre es definitiv Wert auf Einweg-Quetschies zu verzichten.

Recup

Montag. 8:15 Uhr. Noch verschlafen vom Wochenende schleppt man sich zum ersten Termin des Tages. Einziger Lichtblick: der Coffee-to-go vom Bäcker ums Eck. Mit dem aromatischen Heißgetränk in der Hand lässt sich jede triste Morgenstunde aufhellen und die Müdigkeit wird bis auf weiteres im Zaum gehalten. Was jedoch bleibt – der Becher. Jedes Mal.

Alleine in Deutschland werden jedes Jahr ca. 2,8 Milliarden Einwegbecher für Coffee-to-go verwendet und nach einmaligem Benutzen weggeworfen. 2,8 Milliarden Becher sind schwer zu begreifen, um es anders zu formulieren: 320.000 Becher werden pro Stunde(!) weggeworfen. Das hier Handlungsbedarf herrscht liegt, mit einem Blick auf die Zahlen, wohl auf der Hand.

Diesem Problem hat sich Recup angenommen.  Recup hat das Ziel, Coffee-to-go umweltfreundlicher zu machen und ein deutschlandweites Pfandsystem für Kaffeebecher einzuführen.

Das Recup-System ist eigentlich ganz simpel. Für 1€ Pfand bestellt man bei einem Recup-Partner einen Recup-Becher anstatt eines herkömmlichen Einwegbechers. Man nimmt den Kaffee mit auf den Weg und kann den leeren Becher deutschlandweit bei allen Recup-Partnern zurückgeben. Den Einsatz bekommt man natürlich zurück. So können unter anderem bis zu 11.000 t CO2, 43.000 Bäume und 1,5 Milliarden Liter Wasser eingespart werden.  Doch auch man selbst spart durch Recup, denn auf im Recup-Becher bestellte Getränke gibt es stets einen Preisnachlass.

Das Projekt wurde 2016 als reCup GbR  in Rosenheim gegründet und fusionierte 2017 mit dem Berliner Pfandsystem JustSwapIt.  Mittlerweile gibt es über 2000 Recup-Partner in ganz Deutschland und auch große Unternehmen wie VW in Wolfsburg, Dat Backhus oder Alnatura sind mittlerweile Teil des Projekts.

Dass es eine nachhaltige Überarbeitung des Coffee-to-go Konzepts braucht ist offensichtlich und Recup bietet eine Lösung. Die Ressourcen die jedes Jahr für Kaffee-Einwegbecher draufgehen sind enorm und das Konzept des Einwegbechers ist angesichts der Herausforderung, die wir im Umweltbereich zu bewältigen haben schlicht nicht mehr zeitgemäß.

Wir alle können einen Teil beitragen, um die Welt ein Stückchen nachhaltiger zu gestalten. Je mehr Menschen sich an Projekten wie diesen beteiligen, desto schneller wird der Umstieg auf Nachhaltigkeit gelingen und unnötiger Ressourcenverschwendung wird der Kampf angesagt.

Bio, Zero–Waste und Direkt nach Hause: die Kornkiste

Unverpackt und Zero-Waste Bio–Lebensmittel einkaufen und die auch noch ganz einfach online bestellen: klingt doch wie ein Traum oder? Das ist aber wirklich möglich und zwar mit der „Kornkiste“!

Diese ist nicht nur ein Unverpackt-Laden in Coppenbrügge (Niedersachsen), sondern auch ein Online-Unverpackt-Versand mit Mehrweg–System. Um bei diesem einzukaufen, gilt es 5 einfachen Schritten zu folgen:

  1. Im Online Shop einfach Produkte auswählen, welche man für den Haushalt benötigt. Dann bezahlt man die Ware, wie auch die Pfand-Einlage. Beim ersten Einkauf fällt auch eine Kaution für die Mehrweg–Behälter an (Falls man Geld sparen will, kann man sich einfach mit Freunden, Familienmitgliedern oder Nachbarn zusammen tun. Denn ab einem Einkauf von 150€ fallen die Versandkosten weg).
  2. Die Kornkiste wird mit der bestellten Ware in Baumwoll–Sackerl oder Mehrweg-Dosen aus verzinktem Blech oder Kunststoff gefüllt.
  3. Die gefüllten Beutel und Dosen werden in eine Mehrweg–Transportkiste aus recyceltem Kunststoff gepackt. Diese werden dann mit der umweltfreundlichen Variante von DHL –DHL-Go-Green– versandt.
  4. Nachdem man die angekommenen Waren in seine eigenen Behälter umgefüllt hat, legt man sie zurück in die Transportkiste. Diese bringt man dann zur nächsten Post oder der nächsten DHL Filiale. Dafür hat man 10 Tage Zeit.
  5. Sobald die Transportkiste samt aller Mehrweggebinde wieder zurück sind, wird sie auf Vollständigkeit geprüft und anschließend für die nächste Lieferung gesäubert und vorbereitet.

Der Preis wird kiloweise bestimmt und bekommt einen Transportkosten-Aufschlag. Lange Wartezeiten gibt es nicht, meistens 7 bis 10 Tage.

Es ist außerdem möglich einige der Behälter zu behalten, um sie für die eigene Aufbewahrung von Lebensmitteln zu verwenden. Man kann Dosen und Sackerl einfach mit der restlichen Kiste zurückschicken und dann nachträglich bezahlen.

Die einzigen schlechten Nachrichten: Es gibt die Kornkiste leider nur in Deutschland. In Graz wäre zB. der Online Shop von Das Gramm eine Alternative!

Weitere Infos zur Kornkiste für alle Interessierten: https://unverpackt-versand.de/

Drei, Zwei, EI – Verpackungsfrei

Nicht jeder kommt in den Genuss direkt beim Erzeuger oder gar von den eigenen Hühnern im Hof mit Eiern versorgt zu werden, umso schöner ist es, wenn einem zumindest das Verpackungssparen leicht gemacht wird.

In vielen Supermärkten werden bereits Eier zur Selbstentnahme angeboten, sodass man seine Eier selbst nach eigenem belieben wählen kann. Dass dafür nicht jedes Mal ein Eierkarton herhalten muss, zeigt uns heute die MeiBox (Mehrweg Eier-Box) von Christoph Hönig. Nach langem tüfteln konnte er 2009 nicht nur seine kleine Box patentieren, sondern auch Lebensmittelmärkte für seine Idee des verpackungsfreien Eierkaufs gewinnen.

Diese Mehrweglösung löst somit den Eierkarton ab, der ein unrechtmäßig gutes Image genießt. So werden bei der Erzeugung mehr Energie und Wasser benötigt, als bei der ungeliebten Einwegplastiklösung, die vor allem immer wieder zu Ostern Anklang findet. Bei den meisten fungiert der Karton des Frühstückseis dann wahrscheinlich am Ende als Ofenanzünder und gelangt so als CO2 in die Atmosphäre.

Die MeiBox ist zwar auch aus Kunststoff (Polypropylen), aber der Hersteller garantiert eine 1 Millionenfache Wiederverwendungsmöglichkeit. Und dann? Das Material ist so gewählt, dass wenn einmal wirklich Schluss sein sollte, die Box sehr einfach von den zuständigen Abfallwirtschaftsorganen recycelt werden kann.

Wer jetzt Lust auf eine Eierspeise bekommen hat, der braucht nicht lange auf eine MeiBox warten, viele Supermärkte bieten Vorort ein Äquivalent an. Und wer schon dabei ist greift auch gerne zu den Eiern der Güteklasse 1 (Freilandhaltung) oder noch besser der Güteklasse 0 (Ökologische Erzeugung).

Wohl bekomm´s!

Biobiene, eine Welt ohne Plastikmüll!

Es fällt nicht nur Verpackungsmüll für den Transport vom Geschäft nach Hause an, sondern seitdem ein Produkt den Produzenten verlässt. Häufig auch zwischen den Produktionsstätten. Diesen Müllbergen, die oft ungesehen am Konsumenten vorbeiziehen, hat die Biobiene den Kampf angesagt.

Biobiene bietet Verpackungsmaterial für die Einzelperson, aber vor allem auch für die ganz Großen. Und sie machen Verpackung anders: Die komplette Versandverpackung ist plastikfrei und biobasiert. Diese Innovation ist auch nicht unbeachtet geblieben. Deutschland scheint ganz begeistert von der Biobiene und so gewann diese den German Design Award 2017, den German Brand Award 2018 und nun den German Innovation Award 2019.

Ein paar Produkte, die uns besonders gut gefallen haben:

  • Die Graskartons: Unter dem Namen Naturebox versetzt Biobiene stabile doppelwellige Kartons in 9 verschiedenen Größen. Hergestellt werden die Kartons aus Graspapier. (Darüber wurde bereits ein einem unserer letzten Blogposts detailliert berichtet)

Die Verpackungskartons gibt es in allen Formen, plus man kann sein eigenes Firmenlogo auf den Karton drucken lassen.

  • Der Bio AirBoy: Eine Luftpolsterkissenmatte aus Cellulose, die zu 100% heimkompostierbar ist. Noch dazu ist die Matte „made in Germany“.
  • Das Nassklebeband: Hergestellt wird das Nassklebeband aus natürlichen und biologisch abbaubaren Stoffen. Zwischen Karton und Klebeband bildet sich eine organische Verbindung: Dadurch wird das Band kälte- hitze- licht- und feuchtigkeitsbeständig.

Damit sollte jedes Paket gut verpackt und umweltfreundlich sein.

Weniger Verpackungen beim Spontaneinkauf

Viele Supermärkte bieten bereits seit längerem die Möglichkeit, Produkte an der Frischetheke in selbstmitgebrachten Behältern mitzunehmen. Dadurch kann die Verpackung zum Einwickeln von Käse oder Wurst, die meist aus beschichtetem Papier besteht und ansonsten als Leichtverpackung im Müll landet, erspart werden. Aber was ist, wenn der eigene Behälter zu Hause vergessen wird? Oder man auf dem Weg nach Hause noch schnell spontan einkauft, das eigene Sackerl aber gerade nicht dabei hat? Dann wird erst wieder auf diverse andere Einwegverpackungen zurückgegriffen und das verpackungsfreie Angebot nicht genutzt.

Mehrweg-Transportboxen mit Pfand

Denis Brüggemeier, Geschäftsführer des Edeka-Brüggemeier hat das Problem erkannt und möchte ganz nach dem Motto „Mehrwert durch Mehrweg“ mithilfe von Mehrweg-Transportboxen dagegenwirken. In den sieben Filialen des Edeka-Brüggemeier stehen deshalb an jeder Frischetheke Mehrwegboxen zur Verfügung, die gegen Pfand genutzt werden können. So kann auch dann, wenn mal die eigene Box nicht zum Einkauf mitgebracht wurde, auf weniger Verpackungen geachtet werden. Auch für den Transport nach Hause, wenn das eigene Sackerl gerade nicht dabei ist, gibt es bei Edeka-Brüggermeier eine Mehrweg-Alternative. Statt auf ein Einwegsackerl oder ein weiteres Baumwollsackerl, wovon vermutlich schon mehr als genug zu Hause herumliegen, zurückzugreifen, stellt Edeka-Brüggemeier die Möglichkeit zur Verfügung eine Mehrweg-Faltboxen zu verwenden. Diese bestehen aus Hartplastik und können nach dem Entladen gefaltet werden, sodass sie als Zwischenablage bis zum nächsten Einkauf möglichst wenig Stauraum einnehmen. Fünf Euro beträgt der Pfandwert und die Faltboxen können beim nächsten Einkauf bei einer der Supermärkte retourniert werden, wo sie anschließend in die Edeka-Waschstraße gebracht und gereinigt werden. Durch diese Mehrweg-Pfandsysteme kann auch trotz eines Spontaneinkauf nachhaltiger eingekauft werden.

Willst du mehr von Edeka-Brüggemeier erfahren? Hier geht’s zur Homepage: https://www.edeka-brueggemeier.de/de/ueber-uns/mehrwert-durch-mehrweg

Mehrweg vor Einweg

Gegenüber Einwegverpackungen haben Mehrwegsysteme ganz klar die Nase vorne, solange auf ein paar Dinge geachtet wird. So sollen beispielsweise keine extrem langen Wege mit dem Reinigen und Prüfen der Materialien verbunden sein. Das gilt auch beim Verkauf von Flüssigware, wie Säften, die schon in dem Geschäft als Mehrwegflasche ankommen. Da ist es aus nachhaltiger Sicht am besten, auf Regionalität zu achten. Trotz allem darf man nicht vergessen, dass dieses Mehrweg-Angebot die Mitbring-Box und das eigene Sackerl nicht ersetzen sollen, sondern nur die bessere Alternative beim Spontaneinkauf gegenüber Einwegverpackungen ist. Selbstmitgebrachte Transportmöglichkeiten sind nämlich auch der Umwelt am liebsten!

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