Initiatives Viktring – Örtliches Bildungswerk

Seit 2016 gibt es zweimal jährlich ein Reparatur-Café in Viktring, ein Ortsteil von Klagenfurt. Organisiert werden die Treffen über das örtliche Bildungswerk „Initiatives Viktring“. Das Kärntner Bildungswerk richtet sich an jene Personen und Institutionen, die Interesse und Bereitschaft zeigen, aktiv an der Entwicklung ihrer Person und ihres Lebensumfeldes mitzuwirken.In Kärnten gibt es drei Standorte, an welchen in regelmäßigen Abstand ein Repair Café stattfindet:

  • Repair Café Villach
  • Repair Café Viktring
  • Repair Café Gmünd

Ein Repair Café ist eine Nachbarschaftsinitiative, bei der sich Reparaturexperten /innen ehrenamtlich zur Verfügung stellen und gemeinsam mit Besucher/innen jene Dinge, die diese mitgebracht haben, begutachten und reparieren. Die Reparatur erfolgt kostenlos. Gesucht werden Menschen (Nachbarn) die sich mit elektrischen Geräten, bei Möbeln und Objekten aus Holz und mit Fahrrädern etc. auskennen. Auch für Fragen und Unterstützung rund um die digitale Welt sind Experten/innen vor Ort. Es können Nähmaschinen, Elektrogeräte, Textilien, reparaturbedürftige Bücher und vieles mehr mitgebracht werden.Das Reparatur Café wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert und durchgeführt. Ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen übernehmen die Aufgabe des Gastgebers. Sie begrüßen die Besucher/innen und sind Ansprechpartner/innen für die Gäste und die Reparaturexperten/innen des Repair Cafés, Die Organisatorinnen des örtlichen Bildungswerks „Initiatives Viktring“ und des Vereins „iiiK – Verein für Interkulturalität, Integration und Inklusion in Kärnten“, verkürzen die Wartezeit mit Kaffee und Kuchen. Durch die gemeinsame „Kaffeehaus-Plauderatmosphäre“ wird so auch zwischenmenschlicher Austausch, gegenseitige Hilfe und regionale Gemeinschaft gefördert. Interessierte und engagierte Menschen können hier in Kontakt treten und Erfahrungen austauschen oder einfach bei Kaffee und Kuchen eine gute Zeit miteinander verbringen.Hinter diesem Projekt steht auch eine ideologische Komponente dahinter. Es geht um die Reduktion des Müllberge-Wachstums und den verantwortungsbewussten Umgang mit Rohstoffen. Damit einher geht auch die finanzielle Komponente, da ja nicht jede/r die Neuanschaffung oder Reparatur bezahlen kann.

Ziel der Initiative:

Aktive Einbindung der Menschen vor Ort: Eine wirksame Ortsentwicklung und -gestaltung gelingt nur durch eine aktive Einbindung der Menschen vor Ort. Soziale Vernetzung in den Ortschaften: Förderung und Unterstützung des persönlichen Engagements für das Gemeinwesen durch die Hervorhebung der Verantwortung aller Bewohner und Bewohnerinnen für das eigene Lebensumfeld werden auf- und ausgebaut.

Energie- und Umweltpreis der Stadt Villach

Wenn mir im Laufe der letzten paar Monate eines aufgefallen ist, dann, dass es in Kärnten eine Vielzahl an großartigen Projekten und Initiativen gibt, die sich für die Bewusstseinsbildung für Abfallvermeidung einsetzen. Was mir bei meinen Recherchen aber leider auch aufgefallen ist, ist, dass es mitunter ziemlich schwierig sein kann, diese tollen Projekte auch tatsächlich ausfindig zu machen. Wie man auf diese einzigartigen und vorbildhaften Leistungen am besten aufmerksamen machen könnte, hat sich wohl auch die Stadt Villach gefragt und kurzerhand einen Energie- und Umweltpreis ins Leben gerufen.

Auszeichnung für hervorragendes Engagement

Seit 2017 prämiert die Stadt Villach alle zwei Jahre außergewöhnliche Projekte für den Umwelt- und Klimaschutz mit sage und schreibe 4.000 Euro. Vorschläge und Projekte, die diesen Preis verdienen, können vorab online eingebracht werden. Über die Siegerprojekte entscheidet dann eine Fachjury, in der auch die Villacher und VillacherInnen einen Platz finden und via Online-Voting mitabstimmen können. Eingereicht werden dürfen Projekte, die sich für erneuerbare Energien einsetzen, sowie für die Luftreinhaltung, den Naturschutz oder eben auch für die Abfallvermeidung und -entsorgung.

Speiserestverwertung im LKH Villach

So befand sich unter den eingesendeten Projekten, die 2017 in die engere Auswahl kamen, beispielsweise ein Abfallvermeidungsprojekt des LKH Villach. Im Rahmen dessen sollte das erhöhte Aufkommen von Speiseresten im Krankenhaus – 2014 lag dieses immerhin bei über 147.730kg – drastisch reduziert werden. Durch eine Vielzahl an Maßnahmen, wie eine Neubestimmung der Portionsgrößen und eine Befragung zu den Essgewohnheiten der Patienten, konnte die Menge an Speiseresten bis 2016 tatsächlich auf 101.220kg reduziert werden. Das entspricht einer Reduktion von knapp 32% innerhalb von nur 3 Jahren! Eine tolle Leistung, die auch bei der Jury Anklang fand und schließlich als glorreicher Sieger des Online-Votings 2017 hervorging.

Geschirrmobil für weniger Plastik

Auch im vergangenen Jahr schaffte es ein Projekt, dass sich für die Abfallvermeidung einsetzt, in die engere Auswahl für den Energie- und Umweltpreis: das Geschirrmobil des AWV Villach. Dieses steht den BürgerInnen der Mitgliedsgemeinden des AWV jederzeit zur Verfügung und kann für Feste und Veranstaltungen angemietet werden. Ausgestattet mit Mehrweg-Kunststoffgeschirr sowie Edelstahl-Besteck, die allesamt direkt im Geschirrmobil wieder gereinigt werden können, bietet es eine grandiose Alternative zu Einweg-Plastik und verhindert schon im Vorhinein, dass Müll überhaupt anfällt. Ebenfalls ein tolles Projekt, das dank des Energie- und Umweltpreises in Zukunft sicher noch häufiger genutzt werden wird!

Pionier in der Kärntner Bewusstseinsbildung – AWV Westkärnten

Seit der Anordnung des Landes zur Bildung von Kärntner Abfallvermeidungsverbänden im Jahre 1978 entwickelten sich sechs gebietsbezogene Verbände. Neben den Abfallwirtschaftsverbänden der Ballungsräume Villach und Klagenfurt bildeten sich der Verband Lavanttal, Völkermarkt/Sankt Veit, Spittal sowie der Abfallwirtschaftsverband Westkärnten, welcher vor allem auf die Bewusstseinsbildung in Sachen Abfallvermeidung Wert legt.

Bürgernaher Gemeindeverband

Das Team des Abfallwirtschaftsverbandes Westkärntens, bestehend aus Vertretern von 13 Gemeinden des Bezirkes Spittal sowie weiteren 8 Gemeinden aus dem Bezirk Hermagor, bezeichnet sich selbst als ein sehr persönlicher und bürgernaher Verband. Nicht nur für BürgerInnen der besagten Gemeinden, sondern auch für Betriebe, öffentlichen Einrichtungen sowie den Gemeinden per se wirkt der Westkärntner Verband in beratender und unterstützender Form in Fragen und Anliegen rund um das Thema Abfall. Neben dem Ziel des Schutzes unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen konzentriert man sich im Westen Kärntens vor allem auf eine abfallorientierte Weiterbildung für Menschen in verschiedenen Ausbildungs- bzw. Altersstufen. Die strategische Vorbereitung unter den Mitgliedern im Gremium ist eine essenzielle Phase, um sich akkurat auf die jeweiligen Projekte vorzubereiten. Im Anschluss an diese strategische Phase werden die Tätigkeiten eingeleitet und die drei A’s – Abfallvermeidung, Abfallverwertung und Abfallentsorgung behandelt.

Pläne und Projekte in Sachen Abfallvermeidung

Der AWV Westkärnten spezialisiert sich neben den Abschlüssen von Abfallentsorgungsverträgen mit Betrieben und Abfallverwertungen, beispielsweise in Form von Altspeisefettsammlungen, wie bereits eingangs erwähnt mit der Bewusstseinsbildung im Gebiet der Abfallvermeidung. Die Beratungen in Betrieben, Kindergärten, Volksschulen sowie Mittleren und Höheren Schulen wurden im Schuljahr 2018/19 weiter forciert. Verschiedene Workshops rund um die Themen Abfallvermeidung, Lebensmittelrettung oder auch Recycling von scheinbar kaputten Dingen erziehen junge Menschen schon früh zu Individuen, die einen verantwortungsvollen und rationalen Umgang mit den gegebenen Mitteln pflegen. In Mittelschulen des Gebietes wurde ebenso ein Projekt mit dem Namen „Nachhaltiges Abfallmanagement für Schulen“ eingeführt, um in mehreren Modulen eine nachhaltige Bewusstseinsbildung in den Schulen zu ermöglichen. Nicht nur SchülerInnen, Lehrkräfte und der Direktor, sondern auch das Reinigungspersonal inklusive des Schulwarts wurden dabei belehrt. Auch ein Projekt zur Lebensmittelrettung wurde unlängst vom Verband an der BORG und HLW Hermagor unterstützt.

Die Abfallwirtschaftsverbände dürfen wohl in ganz Österreich als Vorreiter in Sachen Bewusstseinsbildung zur Abfallvermeidung gelten und wecken den Anschein, ständig ein offenes Ohr für kleine und große Anliegen von gewillten „Abfallvermeidern“ zu haben.

Quelle:
http://www.awvwestkaernten.at/en/

„No Waste“ – ein Weg hinaus

Worum geht es bei „No Waste“?

Seit geraumer Zeit beschäftigen sich einige Betriebe in Oberkärnten und Italien damit, wie sie ein Bewusstsein für eine nachhaltigere und gesündere Zukunft schaffen können. In erster Linie geht es darum, für die Themen Biodiversität, Umwelt und Kultur, Ressourcen und Ressourcennutzung sowie Abfallvermeidung Aufmerksamkeit zu schaffen. Genauer gesagt soll das Ganze erstmal wachsen und noch größer werden, aber bereits jetzt gibt es schon Partner, die sich sehr engagiert in dieses Projekt einbringen und aktiv daran beteiligt sind.

Was kann man sich darunter vorstellen?

„No Waste“ ist eine thematische Route, welche sich von Südösterreich bis nach Italien erstreckt, auf welcher man aus erster Hand sehen kann, wie der Kreislauf einer traditionellen und regionalen Nutzpflanze (z.B. Flachs, Hanf und Nessel) aussehen könnte und welchen Nutzen und Funktionen diese haben. Diese Funktionen werden euch dann von den einzelnen Betrieben und Partnern genauer vorgestellt (z.B. Anhand von Workshops). Sie zeigen wie sie verarbeitet werden und was aus diesen Produkten entsteht. Findet man dabei Gefallen an den Produkten kann man sie auch aus erster Hand erwerben.

Welche Vorteile haben diese Nutzpflanzen?

Der Bezug zur Abfallvermeidung besteht darin, dass die Pflanzen sehr widerstandsfähig sind und auch auf kargen Böden schnell wachsen. Ebenso müssen keine Spritzmittel verwendet werden und finden in vielen Bedarfsgütern Verwendung. Somit sollen Verpackungsmaterialien eingespart werden denn diese Pflanzen sind das perfekte Beispiel für den sog. No-waste-Lifecycle. So werden diese Pflanzen zur Nahrungsmittelherstellung verwendet (Für Öle und Körner), auch als Rohstoff für die Industrie sind sie sehr wertvoll (Für Textilien, Verbundstoffe, Papier, u.v.m.).

Wer sind die Leute dahinter?

Partner des „No-Waste“ Projekts sind Museen, Freizeiteinrichtungen, Bauern, Produktion und Handel, Industriebetriebe und Schulen. Zu den Initiatoren zählen Herr Lammer von Wood K, einer Forschungseinrichtung, die unter anderem solche Naturstoffe erforscht, aber auch eine Forschungseinrichtung aus Italien und die Universität von Triest. Ein schöner Nebeneffekt: Durch die Förderung als Interreg-Projekt ist die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Italien möglich und somit wird nachhaltiger Tourismus gefördert.

Quelle: http://www.region-kaerntenmitte.at/regionalmanagement/no-waste-route-wood-k-plus-sucht-projektpartner-fuer-muellvermeidung/,
https://www.wood-kplus.at/de/partner/foerderprojekte/no-waste

Dein´s & Mein´s

Tag für Tag gehen wir in Supermärkte, um Lebensmittel zu kaufen. Als ob, dass ewige Suchen der benötigten Produkte und, dass lange Warten an den Kassen nicht schon genug wäre, muss man danach auch noch einen riesigen Haufen Verpackungsmaterial entsorgen. Aber damit ist jetzt Schluss.

Am 26 Juni 2019 hat Kärntens erster Gemeinwohlladen aufgemacht, welcher eine Auswahl an regionalen, natürlichen, verpackungsfreien und veganen Produkten hat.

Deinwohl/ Meinwohl/ Gemeinwohl

Unter der Geschäftsführung von Roland Jaritz und Ingun Kluppenegger wurde ein Shop in der Postgasse 6 in Villach und einer in der Paradaisergasse 4 in Klagenfurt eröffnet.

Dein´s & Mein´s ist Teil der „Gemeinwohlökonomie“. Diese wird als alternativer Ansatz zum bestehenden Wirtschaftssystem beschrieben. Der Mensch soll im Mittepunkt des wirtschaftlichen Handelns stehen. Vor allem Menschenwürde, Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, sowie Transparenz und Mitbestimmung sollen den Umgang mit Lieferanten, Mitarbeitern und Kunden bestimmen.

Eines der Hauptziele ist es regionale Produkte anzubieten. Die Produktpalette ist sehr vielseitig. Von frischen Lebensmitteln aus der Region, über Kunstgegenstände und Dekoartikeln von regionalen Kunsthandwerkern bis hin zu Naturkosmetik ist alles dabei. Das Sortiment wird laufend erweitert, so gibt es sogar Bücher und Dvds, welcher der Grundeinstellung von Dein´s & Mein´s entsprechen.

In den Shops gibt es detaillierte und transparente Herstellerinformationen zu jedem Produkt. Man kann sicher sein, dass beispielsweise das Kürbiskernöl vom Bauernhof Knafl stammt oder die Hanfnudeln vom Sonnhof sind.

Des Weiteren gibt es Kooperationen mit Melanie Gaggl von Zero Waste und Desiree Schellander von Unikorn.

Der nächste Schritt

Dein´s & Mein´s gilt als Vorreiter in Sache Gemeinwohl und Nachhaltigkeit. Das reicht den beiden GeschäftsführerInnen jedoch nicht. Sie wollen den erste enkeltauglichen, regionalen, CO2 neutralen Online-Shop einrichten.

Ziel ist es, die regionalen Produkte nur innerhalb Kärntens zu liefern. Innerhalb von Klagenfurt und Villach sollen die Einkäufe per Fahrrad zugestellt werden und außerhalb mit E-Bike oder Elektroauto. Zusätzlich soll es noch Verteiler- und Außenstellen geben, damit es auch zu menschlichen Begegnungen kommen kann. Damit dieses Projekt umgesetzt werden kann, brauchen sie eure Unterstützung.
Unter https://www.gemeinwohlprojekte.at/projekte-unterstuetzen/details/projekt/114/ erfährt ihr, wie man helfen kann.

Wen euer Interesse geweckt wurde, könnt ihr gerne in einen der Shops vorbeischauen oder ihr besucht die Website unter https://www.deins-und-meins.at/, um noch mehr über diese großartige Initiative zu erfahren.

Quellen:
https://www.deins-und-meins.at/
https://www.5min.at/201906215913/gemeinwohl-deins-meins-feiert-eroeffnung/

„Verband der österreichischen Tafeln“ – kurz „Die Tafeln“

Die Kernthemen der österreichischen Tafeln sind Lebensmittel zu retten, armutsbetroffene Personen zu versorgen, Integration von Personen sowie die Nachhaltigkeit der Lebensmittel. Die Plattform dient mittlerweile auch international als Vorzeigebeispiel. Der Verband der österreichischen Tafeln ist Informationsdrehscheibe und vertritt nachhaltige soziale und ökologische Positionen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene.

Meilensteine der Tafeln

In den letzten Jahren wurde mithilfe von über 2.200 ehrenamtlichen Helfer/innen 3.000 Tonnen Lebensmittel vor der Vernichtung gerettet und an mehr als 42.000 Menschen in Armut weitergegeben.

In Kärnten/Klagenfurt gibt es „Die Tafel Süd“ seit Dezember 2015. Seit Mai 2019 ist der Standort am Südbahngürtel 50. Im Jahr 2018 hat es 25 Ehrenamtliche Mitarbeiter gegeben und es wurden 34. 772 kg Lebensmittel gerettet.

Insgesamt umfasst das freiwillige Helfer-Team in Klagenfurt 80 Personen. 25 von ihnen sind jeden Samstag abwechselnd für die Lebensmittelausgabe im Einsatz. Der Fahrdienst beginnt immer Samstag um 15 Uhr bei der Bezirksstelle in Klagenfurt mit der Vorbereitung des Fahrzeuges und der anschließenden Fahrt in die Ausgabestelle in die Volksküche. Dort erhält man den aktuellen Tourenplan und beginnt dann eine Tour zu den einzelnen Geschäften, von denen die überschüssigen Waren abgeholt werden. Dieser Dienst dauert in der Regel bis 19.30 Uhr. Die abgeholten Lebensmittel werden noch am selben Tag am neuen Standort in der Volksküche der Landeshauptstadt Klagenfurt direkt an Bedürftige ausgegeben Die Ausgabe der Team Österreich Tafel findet jeden Samstag ab 19 Uhr in der Volksküche statt. Zwischen 140 und 180 Menschen kommen an jedem Ausgabetermin und beziehen Lebensmittel. Es sind insgesamt 48 Geschäfte, von denen zuvor ab 15 Uhr Lebensmittel- und Hygieneartikel abgeholt wird. Die Ausgabe ist so lange geöffnet, wie Menschen da sind. Meist bis 21.30 Uhr, es kann aber auch bis 23 Uhr dauern.  Von Brot und Gemüse über Obst und Reis bis hin zu Milch, Butter, Kuchen und Öl ist für die Bezugsberechtigten zu haben.

Wer von der Wohlfahrt profitiert

Die Menschen, die Lebensmittel von der Team Österreich Tafel beziehen, reichen von Asylwerbern über alleinerziehende Mütter bis zu Senioren mit geringer Pension.

Die Einkommensgrenze für die Bezugsberechtigung bei der Team Österreich Tafel liegt bei einem Einpersonenhaushalt bei 1.185 Euro, jede weitere erwachsene Person im Haushalt plus 592 Euro, jedes weitere Kind unter 14 Jahren im Haushalt plus 355 Euro. Dann erhält man eine Bezugskarte. 

Eine Palette voller Projekte

Im Jahr 2018 wurde auch das Projekt die „Suppe mit Sinn“ an die Öffentlichkeit gebracht. Es nehmen derzeit in Kärnten 7 Restaurants daran teil. Die „Suppe mit Sinn“ steht z.B. am Menüplan aller INTERSPAR-Restaurants. Jedes Tagesmenü inkludiert eine „Suppe mit Sinn“ und ermöglicht den Gästen, einen wertvollen Beitrag gegen Armut und Hunger in Österreich zu leisten. Somit wird auch die Bewusstseinsbildung unterstützt. 1 Euro von jeder verkauften Portion geht an benachteiligte Menschen. Mit einem Euro werden bist zu zehn Menschen in Armut mit Lebensmitteln versorgt, welche sonst vernichtet werden würden.

UniKorn

Der wöchentliche Lebensmitteleinkauf in unseren Supermärkten wird immer mehr zu einem Kampf mit Plastikverpackungen und Produkten aus Übersee. Wohin man auch blickt, fast alles ist in irgendeiner Form in Plastik umhüllt, abgepackt oder eingewickelt. Selbst Salatgurken, Bananen und Äpfel sind nicht sicher vor dem „Plastikmantel“. Und wenn man dann doch einen Apfel ohne Verpackung findet, wird einem fast schwarz vor Augen, wenn man das Herkunftsland auf dem Etikett sieht…

„Fabelhafte“ Lebensmittel

„Nicht mit mir“, dachte sich vor drei Jahren Desiree Schellander aus Villach und eröffnete kurzerhand ihr verpackungsfreies Geschäft „UniKorn“ in der Widmanngasse in Villach.  Dosen, Sackerl oder Flaschen muss man hier selbst mitbringen und auch auf die Regionalität der Produkte wird großen Wert gelegt. So wird im Kleinen versucht, unnötigen Plastikmüll zu reduzieren und den Verkauf von regionalen Produkten, die man im Supermarktregal nicht allzu häufig findet, zu fördern. Das UniKorn war seinerzeit das erste verpackungsfreie Geschäft in Villach und liegt nicht nur durch seinen ausgefallenen Namen voll im Trend. „UniKorn verbindet das Einhorn mit dem einzelnen Korn, welches man bei mir bekommt“, so die Geschäftsführerin über die Namensfindung.

Unverpackter Lieferservice

Aber das ist noch nicht alles! Besonders für Vollzeit-Berufstätigen unter uns, die weder Zeit haben auf den Bauernmarkt zu gehen, noch um im UniKorn vorbeizuschauen, hat sich Desiree Schellander schon längst etwas überlegt. Wer trotzdem regionale Lebensmittel kaufen und auf unnötige Verpackungen verzichten will, hat nun die Möglichkeit den verpackungsfreien Lieferservice in ganz Kärnten zu nutzen. Die aktuelle Produktliste kann auf der UniKorn-Webseite oder auf Facebook eingesehen werden und dann kann man ganz bequem per Mail seine Lebensmittel bestellen. Die einzelnen Bezirke werden an unterschiedlichen Tagen angefahren und Lieferungen in und um Villach herum können sogar kurzfristig ausgemacht werden.

UniKorn für Jedermann

Das UniKorn verbindet also nicht nur regionale Lebensmittel mit gezielter Verpackungsvermeidung, wie es viele Unverpackt-Läden in ganz Österreich bereits machen, sondern der flexible Lieferservice fördert durch die Einbindung jener Menschen, die es selbst schwer in ein Geschäft schaffen, auch die weitreichende Durchsetzung des Unverpackt-Konzepts. Dass das UniKorn bei der Kärntner Bevölkerung ankommt zeigen vor allem die hervorragenden Online-Bewertungen auf der UniKorn-Facebook-Seite. In diesem Sinne: Weiter so! Vor allem für die Faulen unter uns bietet dieser Lieferservice sicherlich eine Erleichterung des wöchentlichen Einkaufs – und vor allem eine Möglichkeit, Plastikmüll zu reduzieren!

Stadt im „Wandel“

Die 5 000 Seelen Stadt Friesach in Kärnten steht schon seit längerer Zeit im Wandel und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der dort ansässige Verein „Friesach im Wandel“ ist um eine ständige Erweiterung des Spektrums der bewusstseinsbildenden Abfallvermeidung für Gemeindebürger und auch darüber hinaus, bemüht.

Die ersten Projekte

Erst Mitte November feierte man den 5. Geburtstag des Kost-Nix-Ladens, der als Pioniers-Projekt des wohltätigen Vereins gilt. In diesem Geschäftslokal in der Burgenstadt Friesach handelt man nach dem Prinzip der „Schenkökonomie“, wie es so schön auf der Website bezeichnet wird. So werden intakte Dinge, die für Personen keinen Wert mehr enthalten mit offenen Händen entgegengenommen und an andere Personen, die diese Dinge benötigen weitergegeben. Das System beruht natürlich auf Unentgeltlichkeit und schafft dadurch einen barrierefreien Zugang für Bedürftige. Eine der vielen großartigen Seiten, die durch dieses Projekt geschaffen werden, ist die Erstickung der Abfallherstellung auf vielen Ebenen im Keim. Den BürgerInnen wird zudem ein Angebot der einfachen „Entsorgung“ offenbart sowie auch die Möglichkeit geboten, Dinge in den elitären Kreis des Recyclings eintreten zu lassen.

Wer rastet der rostet

Der Kost-Nix-Laden verlangt aber auch ständig innovativen Ideen, um einen Überschuss an gespendeten Dingen zu vermeiden und nicht zu einer Deponie zu werden. Einige Mitglieder des Vereins initiieren aus diesem Grund bereits seit längerer Zeit monatliche Näh-Treffs, bei denen versucht wird intakte Waren eine neue Chance zu ermöglichen. Diese Näh-Treffs dienen der Bewusstseinserweiterung sowie der Erlernung von Möglichkeiten, die es gibt, ein Kleidungsstück weiterleben zu lassen. Während sich aus dem einen Kleidungsstück mit nur wenigen Handgriffen eine recycelte und gleichzeitig modische Tragetasche gestalten lässt, kann man aus anderen Materialien auch Pölster kreieren. Dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt und die neu erlernten handwerklichen Fähigkeiten sollten Anreiz dazu geben, alte Kleidungsstücke nicht einfach durch neue zu ersetzen, sondern diesen alten Kleidungsstücken auch neue dementsprechende Funktionen zuzuweisen. Unlängst fand in den Gemäuern des Jugendzentrums Kastl auch eine Filmvorführung in Bezug auf die Wegwerf-Gesellschaft statt, organisiert natürlich von „Friesach im Wandel“.

Noch lange nicht genug Projekte

Neben den Kost-Nix-Laden und den dazugehörigen Initiativen sind auch weitere Projekte beim Verein im Gange. So werden zum Beispiel Lebensmittel von Bäckern und Landwirten aus der näheren Umgebung ebenso vor der Entsorgung gerettet. „Friesach im Wandel“ tritt nun vermehrt auch medial auf und kann ebenso mit einer sehr gut gestalteten Homepage überzeugen.

https://www.friesach-im-wandel.at/

Mach dich Frei!

Zero Waste auf ganzer Linie? Geht das…?

Wieso nicht! „Mein Lieblingsstück“ lebt diesen Lifestyle mittlerweile schon seit längerem. Mit ihrer Initiative sind sie DIE Anlaufstelle in St. Veit an der Glan bzw. in Kärnten und das Beste daran: man kann nicht nur deren Produkte erwerben, welche entweder Zero Waste sind oder dies fördern, sondern auch bei ihren Veranstaltungen viel über eine Abfallfreie Zukunft lernen.

Wer kommt denn auf sowas?

Melanie Gaggl heißt die Initiatorin, welche sich nun seit 2014 mit ihrem eigenem Upcyclinglabel „mein Lieblingsstück“ für Abfallvermeidung im Alltag, aber auch vor allem im Textilbereich, stark macht. Neben „Upcycled fashion“ werden im „Zero Waste Laden“ Produkte angeboten, welche sowohl im Haushalt als auch Unterwegs nützlich sein können. Weiters engagiert sich Melanie dafür, dass sich Kinder schon von klein auf mit diesem brisanten Thema auseinandersetzten und hält deshalb regelmäßig Workshops oder Vorträge in Schulen und Kindergärten.  

„Mach dich Frei!“ Was soll das bedeuten?

So lautet das Motto zu einem Abfallfreiem Lebensstil. Durch Veranstaltungen bzw. Vorträge und einen eigens eingerichteten Blog auf deren Website, zeigt euch so das Team um „Mein Lieblingsstück“ auf, wie man leicht und einfach einen Abfallfreien Lebensstil führen kann. Die Palette an Angeboten bei den Veranstaltungen ist wirklich groß und sehr abwechslungsreich. So werden z.B. Kleidertauschpartys oder Zero Waste Brunchs angeboten, aber auch viele Workshops, die sich damit befassen, wie man selbst von Zuhause aus schnell Dinge Upcyclen bzw. wiederverwenden kann.

„Someone’s trash – someone’s treasure“ So wird’s gemacht

Damit sei gesagt, dass du dir sicher sein kannst, dass aus deinen alten Lieblingsstücken, mit ein bisschen Hilfe von Naturmaterialien (alles entweder recycelt oder BIO und GTOS zertifiziert) und ein kleiner Arbeitsaufwand wieder neue Kleidungsstücke werden und somit Abfall vermieden wird.

„Wir l(i)eben was wir tun“

Ziel dieser Initiative ist es die Umwelt, aber auch die eigene Gesundheit zu schützen und somit Abfall zu vermeiden bzw. Dinge wieder zu verwerten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Versuch, das Bewusstsein über Zero Waste bei den Mitmenschen zu schaffen.

Quelle: https://www.mein-lieblingsstueck.at

https://www.zerowasteaustria.at/lieblingstueck.html

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