Wir ziehen Resümee!

Das Sommersemester geht nun langsam aber doch dem Ende zu und somit auch (leider) unser Interdisziplinäre Praktikum „Alternative Verpackungskonzepte und Verpackungsvermeidung für Supermärkte“. Wir dürfen euch nun in unserem aktuellen Blogpost ein paar Einblicke in die Ergebnisse unserer Umfragen unter den Kund*innen sowie Lieferant*innen und Mitarbeiter*innen von SPAR vorstellen.

Online-Umfrage „Verpackungsreduktion im Supermarkt“

In unserer Studie wollten wir mehr zur Einstellung der Österreicher*innen zum verpackungsarmen Einkaufen im Supermarkt herausfinden. Dazu umfasst die Studie insgesamt 21 Fragen. In einem Zeitraum von 1 Monat nahmen 989 Teilnehmer*innen an der Online-Umfrage teil.

Das Engagement von SPAR im Bereich von Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in der Umfrage wider, da 45% der Befragten angibt, dass sie glauben, dass SPAR die Reduktion von Verpackungen wichtig ist. Weit abgeschlagen folgen Hofer mit 12,5% und Billa mit rund 9%.

Die meist genutzten Verpackungsarten zur Abfallvermeidung sind Pfandflaschen sowie das selbst mitgebrachte Obstsackerl. Auf die Frage welche Produkte die Kunden bereits unverpackt erwerben, kam in 80% der Fälle die Antwort „Gemüse“ knapp gefolgt von Obst. Fisch und Kosmetikartikel können sich viele eher nicht vorstellen unverpackt zu erwerben (~5%). Knapp 20% erwerben bereits Wurst und Fleischprodukte sowie Eier unverpackt bzw. in mitgebrachten Behältnissen. Für Trockenprodukte wie beispielsweise Cerealien, Nudeln und Reis sind rund 80% der Befragten bereit, diese unverpackt zu erwerben.

Die überwiegenden Gründe sich FÜR unverpackte Lebensmittel zu entscheiden sind der Umweltaspekt und die Abfallreduktion. Zweifel haben viele bezüglich der Hygiene und für einen Großteil ist diese Art des Einkaufens zu umständlich.

Umfrage unter den Lieferanten

In den letzten Monaten konnten über Skype Interviews mit den Unternehmen Wolf Nudeln, Beerengut, Farina und Pilzkiste und ein paar weiteren geführt werden. Dabei kristallisierten sich folgende Vorteile durch Verpackungsvermeidung für die Lieferanten heraus:

  • Kostenersparnis
  • Besseres Image / Marketing
  • Personalkosten sinken
  • Mehr Lagerflächen verfügbar

Dennoch gibt es auch Nachteile für Lieferanten wie beispielsweise die Haltbarkeit der Produkte, welche unverpackt natürlich nicht mehr so lange haltbar sind. Ein weiterer Punkt, an den viele nicht denken würden, ist das Fehlen der Werbeflächen, was jedoch für Lieferanten sehr wichtig erscheint.

Sehr positiv ist, dass sich wirklich alle Lieferanten mit Verpackungsvermeidung beschäftigen. Dennoch hängt das Einsparungspotential sehr stark vom Produkt ab, da Nudeln und Fleischprodukte natürlich nicht im gleichen Material verpackt werden können. Hier ist vor allem die Verpackungsindustrie gefragt, bessere Lösungen und neuartige Materialien auf den Markt zu bringen.

Umfrage unter den SPAR Mitarbeiter*innen

Der Zweck der Umfrage unter SPAR Mitarbeiter*innen bestand darin, herauszufinden wie sich das Bewusstsein und die Handlungsbereitschaft der Mitarbeiter bzgl. Verpackungsvermeidung verändert. Zu den Vorteilen von unverpackten Lebensmitteln kamen in den Interviews die Themen Individualität, Regionalität sowie Haltbarkeit auf. Nachteile sehen die Mitarbeiter in den Bereichen Hygiene, Kontaminierung und Lagerung. Als zukünftige Hürden sehen die Mitarbeiter die Hygienerichtlinien, den logistischen Aufwand sowie die Bewusstseinsförderung der Kundinnen. Dies muss unbedingt erfolgen, denn nur so kann der Allgemeinheit auch der Sinn und Zweck näher gebracht werden.

Abschließend können wir noch etwas verraten: Bald schon werdet ihr die eine oder andere Idee zur Verpackungsreduktion in eurem SPAR finden! Wir sind sehr gespannt!

Vielen Dank für das fleißige Lesen unserer Beiträge und hoffentlich war auch etwas Spannendes für jeden dabei!

Das wars schon wieder von unserer Seite und wir wünschen euch einen schönen Sommer und hoffen, dass ihr weiterhin umweltbewusst durchs Leben geht!

Euer FSS Team sowie das gesamte IP

https://presse.uni-graz.at/en/neuigkeiten/detail/article/6000-euro-fuer-nachhaltige-masterarbeit/

Unser Team stellt sich vor

Liebe Interessierte an Verpackungsvermeidung!

Wir, das Team bestehend aus Linda, Marlene, Theresa, Kathi und zweimal Antonia – oder kurz „FSS“, möchten uns gerne kurz bei euch vorstellen.

FSS…

…steht für Frankreich, Schweiz und Skandinavien. Denn im Rahmen unseres Projekts wird sich unsere Recherche bezüglich der Verpackungsvermeidung bei Lebensmitteln hauptsächlich auf diese Länder beziehen. Wir wollen herausfinden, welche Initiativen, Projekte und/oder Lösungen es in diesen Ländern bereits gibt oder ob in Zukunft jegliche Pläne zur bestmöglichen Vermeidung von Verpackungen angestrebt werden.   

Unser Team…

…besteht aus 6 engagierten und umweltbewussten Studentinnen der Karl-Franzens-Universität Graz. Wir studieren alle Umweltsystemwissenschaften, fünf von uns mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften und Technologie und eine mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaft. Durch unser Studium werden wir täglich mit aktuellen Themen, die unsere Umwelt betreffen, konfrontiert. Vor allem wird uns ans Herz gelegt, dass wir auf eine nachhaltige Lebensweise achten sollen und unnötige Verpackungen so gut wie möglich einsparen. Abfallvermeidung ist allerdings ein alltägliches Thema und betrifft jeden von uns. Insbesondere bei Lebensmitteln fällt es oft noch schwer einen Weg ohne Verpackungen zu finden und daher haben wir uns für dieses Projekt entschieden und wollen gemeinsam mit SPAR an Lösungen arbeiten.

Unsere Arbeit im Projekt…

…ist es, eine quantitative Befragung in Form von Interviews mit Kundinnen und Kunden in den Filialen zu planen und durchzuführen. Gemeinsam mit SPAR wollen wir herausfinden, welche Möglichkeiten für eine große Supermarktkette zur Verpackungsvermeidung in Frage kommen. Wir arbeiten im Moment daran, einen geeigneten Stichprobenumfang zu ermitteln, damit unsere Umfrage möglichst repräsentativ wird. Außerdem planen wir die zeitlichen Aspekte unserer Befragung, die von uns persönlich in vier verschiedenen Sparfilialen, die schon im Vorhinein ausgewählt wurden und sich in der Steiermark befinden, durchgeführt wird.

Wir planen…

…euch bestmöglich über Verpackungsvermeidung zu informieren, Tipps zu geben und Lösungsvorschläge aus anderen Ländern zu zeigen. Themen wie die Recyclingmethoden von Plastikverpackungen und Tipps zur Vermeidung von Food-Waste und somit auch zu vielen Verpackungen werden euch hier nähergebracht. Außerdem wollen wir auch unsere eigenen Erfahrungen mit euch teilen. Ein Blogeintrag wird euch zeigen, wie unterschiedlich Einkäufe aussehen können, wenn man auf die Verpackungen achtet, oder nicht. Ein weiterer Beitrag wird sich mit alternativen Verpackungskonzepten und innovativen Ideen zur Plastikreduktion in den skandinavischen Ländern beschäftigen. Auch ein heimischer Bioladen wird über die Erfahrungen mit Verpackungen und unverpackten Lebensmitteln erzählen. Außerdem werden wir euch ein paar Aspekte über Bio-Plastik und andere Plastik Alternativen näherbringen, und unter anderem die Frage klären ob das kompostierbare Biomüll Plastiksackerl jetzt mit in den Kompost darf oder doch im gewöhnlichen Hausmüll landen sollte.

Wir hoffen wir haben mit dieser kurzen Vorstellung eure Neugierde geweckt und freuen uns euch in den kommenden Wochen mit spannenden Beiträgen zu versorgen!

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