Anpacken statt Verpacken

Wege aus dem Müll-Dilemma

In der Dokumentation „Anpacken statt Verpacken“ beschäftigt sich der Kultursender ARTE mit dem Verpackungsproblem, deutschen sowie weltweiten „Umdenkern“ und deren Ideen.

Zuerst stellt die Doku den Unverpackt-Laden „Grünkorn“ in Wülfrath in Nordrhein-Westfahlen vor. Dieser ist zwar nur einer von 191 Unverpackt-Läden in Deutschland, aber ein gutes Beispiel dafür, wie so ein Laden läuft.

Außerdem wird von jungen Unternehmen berichtet, die mit ihren Ideen das Problem Verpackungsmüll beim Schopf packen wollen:

In Bali, Indonesien, hat Kevin Kumala aus dem Wurzelgemüse Maniok ein Material entwickelt, welches biologisch abbaubar und essbar ist.  Mit dieser Idee gründete er seine Firma Avani, die Maniok-Mehltüten herstellt.

Wieder in Deutschland; Hier beschäftigt sich Familie Eschenlohr mit einer alternativen Verpackungsmöglichkeit, das Styropor ersetzen soll: Dämmplatten aus Stroh.

Es wird die Lagerhalle der Firma Bananeira in Erlangen besucht. Von dort aus werden viele Lebensmittel in die Unverpackt-Läden Deutschlands geliefert. Die Gründer Ümit Sormaz und Jonas Schmiedle erzählen von dem Wunsch Einmalfolie den Gar aus zu machen, möglichen Alternativen und einem Pfandsystem für Ketchup und Co.

Abschließend besucht man zusammen mit Marina Beermann die „Fruit Lugistica“-Messe in Berlin. Hier sucht die WWF-Mitarbeiterin nach innovativen Ideen, die sie zusammen mit EDEKA umsetzen kann.

Die Doku bietet in 30 Minuten einen äußerst informativen Überblick über Deutschlands Müllproblem, und denen, die diesem den Kampf angesagt haben. Für alle, die neugierig auf innovative Verpackungs-Alternativen sind, oder einfach mal einen Blick hinter die Kulissen von Unverpackt-Läden und Co werfen wollen, ist die Doku sehr zu empfehlen.

Aber auch Leuten, die einfach mal in das Thema hineinschnuppern wollen, ist die Doku sehr ans Herz zu legen.

Also, hier der Link:

https://www.arte.tv/en/videos/090637-078-A/re-packaging-destined-for-landfill/

Zurücklehnen und anschauen!

Unverpackt im Laden – Unverpackt tragen?

Der Traum eines jeden Verpackungs-vermeidenden Konsumenten: Reihen um Reihen an Trögen, mit unverpackten Lebensmitteln und Leckereien. Da läuft einem schon mal das Wasser im Mund zusammen. Und eines gilt im verpackungsarmen, wie auch im normalen Lebensmittelgeschäft: Wer mit Hunger einkaufen geht, den lacht oft mehr an, als erwartet. Was in einem Supermarkt kein Problem ist, kann ohne die richtige Ausrüstung in einem Unverpackt – Laden zu einer Herausforderung werden. Der geplante verpackungsfreie Einkauf wirkt sinnentfremdet, wenn man dann doch wieder für alles ein Sackerl kaufen muss. Sei es auch aus Papier.

Gut, einiges an Obst und Gemüse kann man lose im Rucksack transportieren, aber selbst mit dem treuen tragbaren Begleiter steht man machtlos vor dem Getreide-Regal. Und von Mehl und Zucker kann sowieso nicht die Rede sein.

Um das so gut wie möglich zu vermeiden, kommen hier ein paar Tipps, um wirklich allzeit bereit zu sein:

  1. Jute-Sackerl und alte Plastik-Sackerl: Einfach ein oder zwei klein gefaltet im Rucksack dabeihaben.
  2. Alte Verpackungen wiederverwenden: Ein verwendetes Verpackungs-Sackerl von Mehl oder Linsen, muss nicht gleich Müll sein. Wenn man beim Öffnen Acht gibt, können diese genauso weiterverwendet werden. Ein Tipp: Gummiringerl nicht vergessen, oder wenn es wirklich dicht sein muss: Tütenklammern /Gefrierbeutelklammern mitnehmen. (Gibt’s bei IKEA: www.ikea.com Bevara-Verschlussklemmen)
  3. Alte Eier-Kartons aufheben und mit dem leeren Karton ins Geschäft gehen.
  4. Durchdachtes Helferlein: Es gibt viele smarte Transportverpackungen, die man sich zu Hilfe holen kann. Vor allem als regelmäßiger no-waste-Konsument ist das Investment in ein solches Produkt sinnvoll. Zum Beispiel die Pack&Satt-Box. (www.packundsatt.de) Damit sind lose Trockenproduke kein Problem mehr. Ein weiteres Plus: Die Box wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt!

Ein weiterer Hinweis: Glasbehälter sind zwar ziemlich schön anzusehen, vor allem daheim im Regal. Aber lass die Behälter lieber auch daheim im Regal und füll die gekaufte Ware zu Hause um.  Mit vielen Glasbehältern einkaufen gehen – kein Spaß. Und nach dem ersten Scherbenhaufen, macht das niemand freiwillig nochmal.

Mit ein bisschen Organisation und Aufmerksamkeit wird das Einkaufen zu einem Klacks!

Das Team Deutschland stellt sich vor

Hallo und herzlich willkommen zu unserer Vorstellrunde! Heute stellt sich vor: das Team Deutschland.

Wir – Nadine, Lukas, Delia, Marcel, Mona und Leonie – sind sechs Umweltsystemwissenschaftlerinnen, die es sich zur bescheidenen Aufgabe gemacht haben, unseren Planeten im Kampf gegen umweltschädliche Einwegverpackungen zu unterstützen. Als Ratgeber und Betreuer steht uns dabei Matthias Kuhnel  (The ReUse Project) aus Deutschland tatkräftig zur Seite.

Gemeinsam machen wir uns dafür auf die Suche nach, falls möglich, nachhaltigen Alternativen. Wir spezialisieren uns auf den Raum Deutschland und werden gründlich unter die Lupe nehmen, was unser Nachbarland für Ideen hat. Außerdem dürfen wir die Lieferantinnen von Spar Steiermark befragen und so direkt aus erster Hand erfahren, wo Verpackungen wirklich notwendig sind und wo wir eventuell an Erneuerungen tüfteln könnten. Wir freuen uns darauf, unser gesammeltes Wissen jeden Montag mit euch zu teilen! Also dann – bleibt dran und lasst euch inspirieren!

Klug entscheiden – Abfall vermeiden

Eine riesige Menge an Müll – ja die entsteht jedes Jahr in der Steiermark. Im Schnitt fielen nämlich laut kommunaler Abfallwirtschaft Steiermark im Jahr 2017 etwa 451 Kilo Hausmüll pro Person an.
Dies kann aber leichter geändert werden als so mancher vielleicht denken würde! Durch ABFALLVERMEIDUNG kann diesen Müllbergen entgegengewirkt werden.
Das Beste daran, in der Steiermark wird man bei der Abfallvermeidung auch noch in vielen Bereichen unterstützt.

G´scheit Feiern

Durch die Initiative „G´scheit Feiern“ sollen Veranstaltungen in „Feste ohne Reste“ verwandelt werden. Verzichtet man auf Einweggeschirr und Portionsverpackungen, werden regionale Produkte verwendet und wird auf sanfte Mobilität gesetzt, d.h. werden einige Vorschriften bei der Planung des Festes erfüllt, dann kann man sogar eine Förderung beantragen. Zusätzlich stehen die RegionalbetreuerInnen der steirischen Bezirke bei der Planung hilfreich zur Seite.
Hier zum Infofolder: G´scheit Feiern

Tipps zur Abfallvermeidung

Unter dem Motto „Klug entscheiden – Abfall vermeiden“ wurde eine Broschüre mit 10 Tipps zur Abfallvermeidung veröffentlicht. Dadurch erspart man sich nicht nur das mühsame Zusammensuchen von Informationen, sondern erhält leicht umsetzbare Denkanstöße, wie man jeden Tag bewusst Müll vermeiden kann. Die Broschüre mit den 10 Tipps und einer detailreichen Ausführung und Umsetzungsmöglichkeiten gibt es gratis zum Download: 10 Tipps zur Abfallvermeidung

Reparaturprämie

Weiters setzt die Steiermark auf Ressourcenschonung! So wurde Anfang des Jahres 2019 eine sogenannte Reparaturprämie eingeführt. Es handelt sich um eine Förderung der Reparatur von Elektro-Haushaltsgeräten. Jeder und jede Person mit Hauptwohnsitz in der Steiermark konnte diese beantragen. Ausgenommen waren Personen mit Hauptwohnsitz in Graz, da Graz über eine unabhängige Reparaturprämie verfügt. Das Land Steiermark stellte insgesamt einen Betrag von 80.000 Euro zur Verfügung. Das defekte Gerät konnte in jedem im Reparaturführer gelisteten Reparaturgeschäft wieder auf Vordermann gebracht werden, und es konnte eine Förderung von bis zu 100 Euro bezogen werden.
Das Projekt war ein voller Erfolg, denn schon am 26.04.2019 waren die verfügbaren 80.000 Euro zur Gänze abgeschöpft. Die Reparaturprämie leistete einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und Ressourcenschonung, denn insgesamt konnte die Lebensdauer von mehr als 1000 Geräten verlängert werden.
Es ist zu hoffen, dass die Reparaturprämie wieder aufgenommen wird!

Euer Team Steiermark

Initiatives Viktring – Örtliches Bildungswerk

Seit 2016 gibt es zweimal jährlich ein Reparatur-Café in Viktring, ein Ortsteil von Klagenfurt. Organisiert werden die Treffen über das örtliche Bildungswerk „Initiatives Viktring“. Das Kärntner Bildungswerk richtet sich an jene Personen und Institutionen, die Interesse und Bereitschaft zeigen, aktiv an der Entwicklung ihrer Person und ihres Lebensumfeldes mitzuwirken.In Kärnten gibt es drei Standorte, an welchen in regelmäßigen Abstand ein Repair Café stattfindet:

  • Repair Café Villach
  • Repair Café Viktring
  • Repair Café Gmünd

Ein Repair Café ist eine Nachbarschaftsinitiative, bei der sich Reparaturexperten /innen ehrenamtlich zur Verfügung stellen und gemeinsam mit Besucher/innen jene Dinge, die diese mitgebracht haben, begutachten und reparieren. Die Reparatur erfolgt kostenlos. Gesucht werden Menschen (Nachbarn) die sich mit elektrischen Geräten, bei Möbeln und Objekten aus Holz und mit Fahrrädern etc. auskennen. Auch für Fragen und Unterstützung rund um die digitale Welt sind Experten/innen vor Ort. Es können Nähmaschinen, Elektrogeräte, Textilien, reparaturbedürftige Bücher und vieles mehr mitgebracht werden.Das Reparatur Café wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert und durchgeführt. Ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen übernehmen die Aufgabe des Gastgebers. Sie begrüßen die Besucher/innen und sind Ansprechpartner/innen für die Gäste und die Reparaturexperten/innen des Repair Cafés, Die Organisatorinnen des örtlichen Bildungswerks „Initiatives Viktring“ und des Vereins „iiiK – Verein für Interkulturalität, Integration und Inklusion in Kärnten“, verkürzen die Wartezeit mit Kaffee und Kuchen. Durch die gemeinsame „Kaffeehaus-Plauderatmosphäre“ wird so auch zwischenmenschlicher Austausch, gegenseitige Hilfe und regionale Gemeinschaft gefördert. Interessierte und engagierte Menschen können hier in Kontakt treten und Erfahrungen austauschen oder einfach bei Kaffee und Kuchen eine gute Zeit miteinander verbringen.Hinter diesem Projekt steht auch eine ideologische Komponente dahinter. Es geht um die Reduktion des Müllberge-Wachstums und den verantwortungsbewussten Umgang mit Rohstoffen. Damit einher geht auch die finanzielle Komponente, da ja nicht jede/r die Neuanschaffung oder Reparatur bezahlen kann.

Ziel der Initiative:

Aktive Einbindung der Menschen vor Ort: Eine wirksame Ortsentwicklung und -gestaltung gelingt nur durch eine aktive Einbindung der Menschen vor Ort. Soziale Vernetzung in den Ortschaften: Förderung und Unterstützung des persönlichen Engagements für das Gemeinwesen durch die Hervorhebung der Verantwortung aller Bewohner und Bewohnerinnen für das eigene Lebensumfeld werden auf- und ausgebaut.

Das ist doch alles für die Katz´! Nachhaltiges aus dem Bezirk Deutschlandsberg

Diesmal gibt’s mehrere kleine nachhaltige Häppchen aus der Steiermark!

Erstmal geht’s um Müllvermeidung bei unseren lieben, nachtaktiven Vierbeinern. Wer Haustiere hat, hat auch einen gewissen Anspruch. Oft sind das Spielzeug und Kratzbäume aus Plastik mit Pressspannholz oder  bloß irgendein Plüschzeug. Durch mangelhafte Verarbeitung beginnt das Material bald zu brechen oder zerfällt. Es ist sprichwörtlich für die Katz´! Aus der Steiermark kommt dafür genau die richtige Alternative für die Katze oder den Besitzer von Welt, der auch auf die Herkunft und Art des Beschäftigungsmaterials seines Vierbeiners achtet.
In Deutschlandsberg werden Kratzbäume aus Holzstämmen gezimmert! Die Firma Catzup hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Kratzbaumlandschaften zu fabrizieren. Es können sogar eigene Wünsche eingebracht werden und dadurch ein einzigartiger Kratzbaum geschaffen werden. Herkömmlicherweise werden Kratzbäume aus Pappe und Plastik hergestellt und können schnell kaputt werden. Die Kratzbäume aus heimischem Holz und echten Sisal- und Baumwollfasern kommen ohne Plastik aus und werden gut verarbeitet. Auf die „catzability“ wird großen Wert gelegt. Somit hält das Produkt ein Katzenleben lang. Oder sogar darüber hinaus. Die Firma bietet zusätzlich auch Reparaturen an!

Gleich weiter zum Unverpacktladen

zero-waste-3749854_1280

Einen Katzensprung weiter im 20 km entfernten Eibiswald existiert seit 2018 der Unverpackt-laden Le Naturel. Das Geschäft ist Teil von Zero Waste Austria. „Zero Waste“ heißt einfach „kein Müll“.
Der Laden baut sein Konzept auf drei Säulen auf: Erstens soll kein Verpackungsmüll entstehen.  Alle Produkte sind in Spendern oder Glasbehältnissen untergebracht. Entweder  bringt man seinen eigenen Behälter mit oder man kann vor Ort alternative Verpackungen kaufen. Regionale Produzenten sind außerdem im Shop miteingebunden. Somit kauft man regional und umweltfreundlich.
Die zweite Säule baut auf Wissensvermittlung. Im Geschäft werden auch Workshops zu den Themen Natur, Gesundheit und Ernährung abgehalten.
Die dritte Säule soll das Netzwerken untereinander sein.

Radio hören, lernen und informiert bleiben!

Wem das alles noch nicht genug ist, der hört in Deutschlandsberg einfach Radio! Denn der Abfallwirtschaftsverband Deutschlandsberg kooperiert mit dem Radiosender NJOY 88.2 und vermittelt täglich den Umwelttipp des Tages zu Müllvermeidung und -trennung!

Hier die Links zu den Homepages von Catzup und Le Naturel:
Catzup
Le Naturel

Euer Team Steiermark

 

Energie- und Umweltpreis der Stadt Villach

Wenn mir im Laufe der letzten paar Monate eines aufgefallen ist, dann, dass es in Kärnten eine Vielzahl an großartigen Projekten und Initiativen gibt, die sich für die Bewusstseinsbildung für Abfallvermeidung einsetzen. Was mir bei meinen Recherchen aber leider auch aufgefallen ist, ist, dass es mitunter ziemlich schwierig sein kann, diese tollen Projekte auch tatsächlich ausfindig zu machen. Wie man auf diese einzigartigen und vorbildhaften Leistungen am besten aufmerksamen machen könnte, hat sich wohl auch die Stadt Villach gefragt und kurzerhand einen Energie- und Umweltpreis ins Leben gerufen.

Auszeichnung für hervorragendes Engagement

Seit 2017 prämiert die Stadt Villach alle zwei Jahre außergewöhnliche Projekte für den Umwelt- und Klimaschutz mit sage und schreibe 4.000 Euro. Vorschläge und Projekte, die diesen Preis verdienen, können vorab online eingebracht werden. Über die Siegerprojekte entscheidet dann eine Fachjury, in der auch die Villacher und VillacherInnen einen Platz finden und via Online-Voting mitabstimmen können. Eingereicht werden dürfen Projekte, die sich für erneuerbare Energien einsetzen, sowie für die Luftreinhaltung, den Naturschutz oder eben auch für die Abfallvermeidung und -entsorgung.

Speiserestverwertung im LKH Villach

So befand sich unter den eingesendeten Projekten, die 2017 in die engere Auswahl kamen, beispielsweise ein Abfallvermeidungsprojekt des LKH Villach. Im Rahmen dessen sollte das erhöhte Aufkommen von Speiseresten im Krankenhaus – 2014 lag dieses immerhin bei über 147.730kg – drastisch reduziert werden. Durch eine Vielzahl an Maßnahmen, wie eine Neubestimmung der Portionsgrößen und eine Befragung zu den Essgewohnheiten der Patienten, konnte die Menge an Speiseresten bis 2016 tatsächlich auf 101.220kg reduziert werden. Das entspricht einer Reduktion von knapp 32% innerhalb von nur 3 Jahren! Eine tolle Leistung, die auch bei der Jury Anklang fand und schließlich als glorreicher Sieger des Online-Votings 2017 hervorging.

Geschirrmobil für weniger Plastik

Auch im vergangenen Jahr schaffte es ein Projekt, dass sich für die Abfallvermeidung einsetzt, in die engere Auswahl für den Energie- und Umweltpreis: das Geschirrmobil des AWV Villach. Dieses steht den BürgerInnen der Mitgliedsgemeinden des AWV jederzeit zur Verfügung und kann für Feste und Veranstaltungen angemietet werden. Ausgestattet mit Mehrweg-Kunststoffgeschirr sowie Edelstahl-Besteck, die allesamt direkt im Geschirrmobil wieder gereinigt werden können, bietet es eine grandiose Alternative zu Einweg-Plastik und verhindert schon im Vorhinein, dass Müll überhaupt anfällt. Ebenfalls ein tolles Projekt, das dank des Energie- und Umweltpreises in Zukunft sicher noch häufiger genutzt werden wird!

Alte Schätze in neuem Glanz

Ob im Winter, für den Urlaub oder für Feieranlässe, in jedem Fall muss das passende Outfit her. Oft wird neue Kleidung gekauft und die alte, jedoch noch intakte Kleidung einfach entsorgt, da der Kleiderschrank Platz für Neues braucht. Doch diese Kleidung kannst du noch verwenden! Denn bevor dir der Kleiderschrank platzt, kannst du einfach mal aus deiner ausgedienten Kleidung oder anderen stofflichen Materialien etwas Neues entstehen lassen.

Upcycling Nähprojekte

Dieser Prozess wird Upcycling genannt. Dabei werden aus scheinbar nutzlosen Abfallprodukten neuwertige Stoffe erstellt und dadurch Ressourcen geschont, indem ein Neukauf vermieden wird und Vorhandenes erneut eingesetzt wird. So kommt es sogar zu einer stofflichen Aufwertung.
Die gemeinnützige Dienstleistungsgesellschaft in der Stadt Weiz setzt sich für die Abfallvermeidung von neuwertigen Textilien, sowie auch deine Stoffreste ein, und zwar durch individuelle Upcycling- und Nähprojekte. Somit kann aus deiner alten Jeans, oder aus diversen anderen stofflichen Materialien wieder etwas ganz Neues entstehen.

Wie funktioniert das?

Du kannst deine ausgedienten Textilien oder andere Stoffmaterialien entweder selbst mitbringen oder sie können vom Team des Nähservices organisiert werden. Hierbei werden jedoch nur Stoffe bezogen, die von diversen Firmen übriggeblieben sind. Diese Stoffe sind qualitativ neuwertig und würden ansonsten im Abfall landen, wenn Unternehmen wie die DLG Weiz die Materialien nicht anderweitig verwenden würden, um sie vor der Tonne zu bewahren.

Was kann aus den Stoffresten gemacht werden?

  • Rucksäcke und diverse Taschen (Yogataschen, Einkaufstaschen, …)
  • Loops und Trachtenaccessoires
  • Stoffe für den Gastronomiebedarf (Tischwäsche, Servietten, Serviettentaschen, Hussen, …)
  • und noch viel mehr!

Stoff für Alle

Im Rahmen eines Projektes, das von der EU gesponsert wird, veranstaltet die Mitarbeiterin von DLG Mag. Gudrun Eggenreich in der Stadt Weiz und in einigen umliegenden Gemeinden Vorträge zum Thema Müllvermeidung. In diesen Vorträgen werden nicht nur Ideen zur Kunststoffvermeidung im Alltag aufgezeigt, sondern ein Schwerpunkt liegt auch auf Stoffmaterialien und wie diese als Alternative dienen können. Tipps für den Alltag sind also garantiert!
Du möchtest wissen, ob und wann der Vortrag in deiner Gemeinde stattfindet? Das kannst du in deiner Gemeindezeitung nachlesen. Hier erfolgen die Ankündigungen der Vorträge.

Wie man sieht kann, man also aus etwas Altem wieder etwas Neues machen und gleichzeitig Gutes für die Umwelt tun.

Euer Team Steiermark

 

Pionier in der Kärntner Bewusstseinsbildung – AWV Westkärnten

Seit der Anordnung des Landes zur Bildung von Kärntner Abfallvermeidungsverbänden im Jahre 1978 entwickelten sich sechs gebietsbezogene Verbände. Neben den Abfallwirtschaftsverbänden der Ballungsräume Villach und Klagenfurt bildeten sich der Verband Lavanttal, Völkermarkt/Sankt Veit, Spittal sowie der Abfallwirtschaftsverband Westkärnten, welcher vor allem auf die Bewusstseinsbildung in Sachen Abfallvermeidung Wert legt.

Bürgernaher Gemeindeverband

Das Team des Abfallwirtschaftsverbandes Westkärntens, bestehend aus Vertretern von 13 Gemeinden des Bezirkes Spittal sowie weiteren 8 Gemeinden aus dem Bezirk Hermagor, bezeichnet sich selbst als ein sehr persönlicher und bürgernaher Verband. Nicht nur für BürgerInnen der besagten Gemeinden, sondern auch für Betriebe, öffentlichen Einrichtungen sowie den Gemeinden per se wirkt der Westkärntner Verband in beratender und unterstützender Form in Fragen und Anliegen rund um das Thema Abfall. Neben dem Ziel des Schutzes unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen konzentriert man sich im Westen Kärntens vor allem auf eine abfallorientierte Weiterbildung für Menschen in verschiedenen Ausbildungs- bzw. Altersstufen. Die strategische Vorbereitung unter den Mitgliedern im Gremium ist eine essenzielle Phase, um sich akkurat auf die jeweiligen Projekte vorzubereiten. Im Anschluss an diese strategische Phase werden die Tätigkeiten eingeleitet und die drei A’s – Abfallvermeidung, Abfallverwertung und Abfallentsorgung behandelt.

Pläne und Projekte in Sachen Abfallvermeidung

Der AWV Westkärnten spezialisiert sich neben den Abschlüssen von Abfallentsorgungsverträgen mit Betrieben und Abfallverwertungen, beispielsweise in Form von Altspeisefettsammlungen, wie bereits eingangs erwähnt mit der Bewusstseinsbildung im Gebiet der Abfallvermeidung. Die Beratungen in Betrieben, Kindergärten, Volksschulen sowie Mittleren und Höheren Schulen wurden im Schuljahr 2018/19 weiter forciert. Verschiedene Workshops rund um die Themen Abfallvermeidung, Lebensmittelrettung oder auch Recycling von scheinbar kaputten Dingen erziehen junge Menschen schon früh zu Individuen, die einen verantwortungsvollen und rationalen Umgang mit den gegebenen Mitteln pflegen. In Mittelschulen des Gebietes wurde ebenso ein Projekt mit dem Namen „Nachhaltiges Abfallmanagement für Schulen“ eingeführt, um in mehreren Modulen eine nachhaltige Bewusstseinsbildung in den Schulen zu ermöglichen. Nicht nur SchülerInnen, Lehrkräfte und der Direktor, sondern auch das Reinigungspersonal inklusive des Schulwarts wurden dabei belehrt. Auch ein Projekt zur Lebensmittelrettung wurde unlängst vom Verband an der BORG und HLW Hermagor unterstützt.

Die Abfallwirtschaftsverbände dürfen wohl in ganz Österreich als Vorreiter in Sachen Bewusstseinsbildung zur Abfallvermeidung gelten und wecken den Anschein, ständig ein offenes Ohr für kleine und große Anliegen von gewillten „Abfallvermeidern“ zu haben.

Quelle:
http://www.awvwestkaernten.at/en/

Eine WordPress.com-Website.

Nach oben ↑

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: