Biobiene, eine Welt ohne Plastikmüll!

Es fällt nicht nur Verpackungsmüll für den Transport vom Geschäft nach Hause an, sondern seitdem ein Produkt den Produzenten verlässt. Häufig auch zwischen den Produktionsstätten. Diesen Müllbergen, die oft ungesehen am Konsumenten vorbeiziehen, hat die Biobiene den Kampf angesagt.

Biobiene bietet Verpackungsmaterial für die Einzelperson, aber vor allem auch für die ganz Großen. Und sie machen Verpackung anders: Die komplette Versandverpackung ist plastikfrei und biobasiert. Diese Innovation ist auch nicht unbeachtet geblieben. Deutschland scheint ganz begeistert von der Biobiene und so gewann diese den German Design Award 2017, den German Brand Award 2018 und nun den German Innovation Award 2019.

Ein paar Produkte, die uns besonders gut gefallen haben:

  • Die Graskartons: Unter dem Namen Naturebox versetzt Biobiene stabile doppelwellige Kartons in 9 verschiedenen Größen. Hergestellt werden die Kartons aus Graspapier. (Darüber wurde bereits ein einem unserer letzten Blogposts detailliert berichtet)

Die Verpackungskartons gibt es in allen Formen, plus man kann sein eigenes Firmenlogo auf den Karton drucken lassen.

  • Der Bio AirBoy: Eine Luftpolsterkissenmatte aus Cellulose, die zu 100% heimkompostierbar ist. Noch dazu ist die Matte „made in Germany“.
  • Das Nassklebeband: Hergestellt wird das Nassklebeband aus natürlichen und biologisch abbaubaren Stoffen. Zwischen Karton und Klebeband bildet sich eine organische Verbindung: Dadurch wird das Band kälte- hitze- licht- und feuchtigkeitsbeständig.

Damit sollte jedes Paket gut verpackt und umweltfreundlich sein.

Cut plastic out – ein starkes Motto in einer modernen Megacity – „Britischer Supermarkt macht es vor: plastikfrei und das in nur 10 Wochen!“

London gilt als größte, aufregendste und auch als teuerste Stadt Westeuropas. Die englische Hauptstadt ist quirlig und modern. Mehr als die Hälfte der knapp acht Millionen Bewohner sind jünger als 35.

Modern und schnell – dies ist auch das Motto der Supermarktkette Thorntons Budgens. 

Der Supermarkt im Norden Londons ist der erste Supermarkt in Großbritannien, der plastikfreie Zonen eingeführt hat. Und die Umstellung dauerte nur 10 Wochen. Der Markt, der nun mehr als 1.700 Produkte ohne umweltschädliche Plastikverpackungen anbietet, will große Supermarktketten anspornen, seinem Beispiel zu folgen.

Der britische Supermarkt ist einer der ersten der Welt, der plastikfreie Zonen anbietet

Dass Plastik und Lebensmittel nicht wie gewohnt zusammengehören, zeigt uns der britische Supermarkt Thorntons Budgens in Camden’s Belsize Park. In nur 10 Wochen wurden 1.700 Produktlinien auf plastikfreie Verpackungen umgestellt. Und dies soll nur der Anfang der Reise sein, den Laden innerhalb der nächsten drei Jahre auf „nahezu plastikfrei“ umzugestalten.

Obst und Gemüse in Plastik gehören in dem britischen Supermarkt ab sofort der Vergangenheit an

Ob Bananen in Plastiktüten, die Gurke in der Folie oder Schinkenscheiben umhüllt von Plastikblättern – leider ist dies zum normalen Anblick in Supermärkten geworden. Der britische Supermarkt hingegen ersetzt viele Produkte in Plastikverpackungen durch altmodisch aussehende Papiertüten aus Zellulose. Regionales Fleisch, Brot, Obst und Gemüse sind nur einige der nun nicht mehr in Plastik gehüllten Produkte. Für die über 300 Käsesorten, die der Laden anbietet, wurde sogar eigens eine neue, transparente Wachsverpackung entwickelt. 

Unterstützung beim Übergang zur Plastikfreiheit erhielt Thorntons Budgens durch die Initiative „A Plastic Planet“. Sian Sutherland, Mitbegründerin der Kampagne, die sich für eine plastikfreie Welt einsetzt, stellte Kontakte zu Produzenten und Firmen her, welche sich in der Herausforderung gewachsen sahen, Verpackungen aus alternativen Materialien zu entwickeln.

“Es sind die großen Marken, die mit ihrem Tempo der Veränderung wie Schnecken sind. Was wir tun, ist das Öffnen einer Tür für neue Verpackungstechnik.”

Mit dieser Leistung, innerhalb dieser kurzen Zeit, eine so große und nachhaltig wertvolle Veränderung zu vollbringen, räumt Thornton Budgens ein für alle Mal mit der Behauptung auf, man könne nur schrittweise Fortschritte in der Verbannung von Kunststoffen erzielen.

Verbraucher auf der ganzen Welt sehnen sich nach weniger Verpackungsmüll bei Lebensmitteln

Inspiration fand der Londoner Supermarkt durch die Bio-Supermarktkette Ekoplaza in Amsterdam, in den Niederlanden. Dort wurden nämlich vor kurzem bereits plastikfreie Zonen eingeführt, ebenfalls mit der Hilfe von „A Plastic Planet“. 700 Produkte können dort in kompostierbaren Materialien wie Glas, Pappe oder Metall gekauft werden. Für Aufsehen sorgte auch Neuseelands Supermarktkette „New World“: Hier wird seit neuestem der Trend „Food in the nude“, also „nacktes Essen“ gelebt. Kunden bekommen ihr Obst und Gemüse nur „nackt“, ohne lästige Plastikverpackung. Der Verkauf einiger Gemüsesorten stieg um 300 %. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Verbraucher sich nach Natürlichkeit und Nachhaltigkeit sehnen.

Österreichische Discounter oder Supermärkte stehen aufgrund dieser immer größer werdenden Nachfrage unter Druck. So strebt eine österreichische Handelskette beispielsweise an, Plastikverpackungen bis zum Jahr 2025 um 20 % zu reduzieren. Ein eher zurückhaltender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, insbesondere, wenn man an die nur 10-wöchige „Umbauphase“ des britischen Supermarktes denkt.
Doch auch als Endverbraucher hat man die Möglichkeit, sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und der Umwelt einzusetzen, wenn es um das Thema Plastik geht. 

Zur Vermeidung von nicht recycelbarem Müll gilt es, möglichst unverpackte Lebensmittel zu kaufen. Außerdem lohnt es sich, den Supermarkt seines Vertrauens immer wieder auf die unnötigen Mengen von Plastikverpackungen hinzuweisen und deutlich zu machen, dass es bereits bewährte Alternativen zu Plastik gibt.
Frei nach dem Motto von Thorntons Budgens – CUT PLASTIC OUT “Join us on our journey”

Liebe Grüße, 

Euer Team Westeuropa!

https://www.thorntonsbudgens.com/

Weniger Verpackungen beim Spontaneinkauf

Viele Supermärkte bieten bereits seit längerem die Möglichkeit, Produkte an der Frischetheke in selbstmitgebrachten Behältern mitzunehmen. Dadurch kann die Verpackung zum Einwickeln von Käse oder Wurst, die meist aus beschichtetem Papier besteht und ansonsten als Leichtverpackung im Müll landet, erspart werden. Aber was ist, wenn der eigene Behälter zu Hause vergessen wird? Oder man auf dem Weg nach Hause noch schnell spontan einkauft, das eigene Sackerl aber gerade nicht dabei hat? Dann wird erst wieder auf diverse andere Einwegverpackungen zurückgegriffen und das verpackungsfreie Angebot nicht genutzt.

Mehrweg-Transportboxen mit Pfand

Denis Brüggemeier, Geschäftsführer des Edeka-Brüggemeier hat das Problem erkannt und möchte ganz nach dem Motto „Mehrwert durch Mehrweg“ mithilfe von Mehrweg-Transportboxen dagegenwirken. In den sieben Filialen des Edeka-Brüggemeier stehen deshalb an jeder Frischetheke Mehrwegboxen zur Verfügung, die gegen Pfand genutzt werden können. So kann auch dann, wenn mal die eigene Box nicht zum Einkauf mitgebracht wurde, auf weniger Verpackungen geachtet werden. Auch für den Transport nach Hause, wenn das eigene Sackerl gerade nicht dabei ist, gibt es bei Edeka-Brüggermeier eine Mehrweg-Alternative. Statt auf ein Einwegsackerl oder ein weiteres Baumwollsackerl, wovon vermutlich schon mehr als genug zu Hause herumliegen, zurückzugreifen, stellt Edeka-Brüggemeier die Möglichkeit zur Verfügung eine Mehrweg-Faltboxen zu verwenden. Diese bestehen aus Hartplastik und können nach dem Entladen gefaltet werden, sodass sie als Zwischenablage bis zum nächsten Einkauf möglichst wenig Stauraum einnehmen. Fünf Euro beträgt der Pfandwert und die Faltboxen können beim nächsten Einkauf bei einer der Supermärkte retourniert werden, wo sie anschließend in die Edeka-Waschstraße gebracht und gereinigt werden. Durch diese Mehrweg-Pfandsysteme kann auch trotz eines Spontaneinkauf nachhaltiger eingekauft werden.

Willst du mehr von Edeka-Brüggemeier erfahren? Hier geht’s zur Homepage: https://www.edeka-brueggemeier.de/de/ueber-uns/mehrwert-durch-mehrweg

Mehrweg vor Einweg

Gegenüber Einwegverpackungen haben Mehrwegsysteme ganz klar die Nase vorne, solange auf ein paar Dinge geachtet wird. So sollen beispielsweise keine extrem langen Wege mit dem Reinigen und Prüfen der Materialien verbunden sein. Das gilt auch beim Verkauf von Flüssigware, wie Säften, die schon in dem Geschäft als Mehrwegflasche ankommen. Da ist es aus nachhaltiger Sicht am besten, auf Regionalität zu achten. Trotz allem darf man nicht vergessen, dass dieses Mehrweg-Angebot die Mitbring-Box und das eigene Sackerl nicht ersetzen sollen, sondern nur die bessere Alternative beim Spontaneinkauf gegenüber Einwegverpackungen ist. Selbstmitgebrachte Transportmöglichkeiten sind nämlich auch der Umwelt am liebsten!

Plastikmüllfrei im Badzimmer – Lavatara Refill macht’s vor

Wer kennt’s nicht? Im Badezimmer stapeln sich Duschgel- über Shampooflaschen über Conditioner über Body Lotions. Auch Putzmittel und Waschmittel lungern oftmals in der unschicken Plastikgarderobe herum.

Das könnte nun hoffentlich der Vergangenheit angehören, denn was wir vereinzelt bereits bei Lebensmittel beobachten können, gibt es auch für Kosmetikartikel: Zero Waste Shops. Ein Vorreiter ist der Lavatara Refill Shop in Hamburg. Seit Dezember 2019 haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, den Plastikmüll in deutschen Küchen und Bädern zu reduzieren.

Doch wie funktioniert das nun für unsere geliebten Kosmetikartikel? Ganz einfach: Will man seine Produkte ganz gemütlich geliefert bekommen, wählt man online das gewünschte Produkt aus und erhält dieses wenig später in der jeweiligen Standardverpackung aus recyceltem Plastik oder Aluminium. Für diesen Spender wird ein Pfand von 2€ berechnet. Will man das Produkt nachbestellen, schickt man die leere Flasche zurück und erhält eine Volle retour. Oder man entscheidet sich einfach für die Rückgabe der Flasche gegen Pfand.

Vor Ort kann man auch seine eigenen Verpackungen befüllen lassen – man kauft also nur so viel, wie man auch wirklich braucht. Du kannst dir also sogar kleine Reise-Shampööchen, oder einen Jahresvorrat an Duschgel zulegen, ganz nach deinen individuellen Wünschen. Praktisch oder?

Achja, und da ist ja auch noch das etwas unbeliebtere Thema…das Putzen. Verpackungsmüll sparen und einfach nicht putzen? Keine Lösung, befindet auch der Lavatara Refill Shop. Und darum gibt’s ein zahlreiches Sortiment an WC-Reiniger, Universalreiniger, über Flüssigwaschmittel zu Spülmittel. Natürlich alles abfüllbar, oder in Pfandflaschen.

Du bist neugierig geworden? Dann schau doch einfach mal auf der Website vorbei: https://lavatara.de/

Liebe Grüße

Euer Team Deutschland

Frau Lose macht es vor

Plastikfrei, regional, ökologisch. Das sind die drei Säulen auf denen der Dortmunder Unverpackt-Laden Frau Lose basiert. Die Geschichte von Frau Lose begann, Zitat:‚,schon fast klassisch‘‘ in einer WG-Küche inmitten Dortmunds. Umweltausbeutung, Verschmutzung der Weltmeere, Lebensmittelverschwendung und natürlich auch die unglaubliche Menge an Verpackungen die sich in der Küche der Wohngemeinschaft nach Einkäufen sammelten waren die dominanten Themen am Küchentisch.

Fest entschlossen, dass auch kleine Verbesserungen etwas bewirken könnten wurden wöchentliche DIY-Workshops ins Leben gerufen um auf Themen wie Verpackungsvermeidung oder Umweltausbeutung aufmerksam zu machen. Die Resonanz war riesig. Frau Lose befand sich in den Startlöchern.

Nach einigen Rückschlägen, sowie finanziellen Ungewissheiten gelang es letztlich durch Crowdfunding die letzten finanziellen Hürden zu überwinden und Frau Lose stand nichts mehr im Weg.

Das Sortiment wächst seither ständig und für jeden ist etwas dabei. Von Salbei-Butter bis Klarspüler und wieder zurück, gibt es hier so gut wie nichts was es nicht gibt. Der Unverpackt-Laden bietet weit mehr als ,,nur‘‘ Lebensmittel an, so findet man hier unter anderem auch Putzutensilien oder Hygieneartikel. Alles lose versteht sich, der Name ist schließlich Programm.

In unsrer schnelllebigen Zeit scheint es für viele Menschen unpraktikabel ihre eigenen Behälter und Gefäße schon zur Arbeit mitzunehmen um dann noch im Unverpackt-Laden einkaufen gehen zu können. Frau Lose heißt jedoch auch alle unvorbereiteten Einkäufer herzlich willkommen und so stehen gratis Altglas-Behälter sowie Papier-Boxen stehts zur Verfügung.

Aber begann nicht alles eigentlich mit DIY-Workshops? Blieben die auf der Strecke? Ganz und gar nicht ! Die Workshop Ursprünge des Projekts wurden nicht vergessen, vielmehr sind sie zentraler Bestandteil des Projekts Frau Lose. Mit einer vielfältigen Auswahl an Workshop-Themen ist Frau Lose weit mehr als ,,nur‘‘ ein Unverpackt Laden.

Du wolltest immer schon wissen wie man Knoblauch fermentiert, ein T-Shirt näht oder was es eigentlich mit diesem Lach-Yoga auf sich hat? Bei ,,Frau Lose‘‘ gibt es wöchentlich zu nahezu jedem Aspekt des nachhaltigen Lebens interessante Workshops und Vorträge. Kostenpunkt dabei : Pay as you wish.

,,Frau Lose‘‘ entwickelte sich von einer idealistischen Vorstellung sieben junger Menschen zu einem Vorzeigeprojekt der deutschen Verpackungsfrei-Branche. Doch nicht nur das, vielmehr ist es ein Beweis dafür, dass jede kleine Verbesserung etwas bewirken kann und so wie im Fall Frau Lose nicht unbedingt klein bleiben muss.

Unverpackt im Laden – Unverpackt tragen?

Der Traum eines jeden Verpackungs-vermeidenden Konsumenten: Reihen um Reihen an Trögen, mit unverpackten Lebensmitteln und Leckereien. Da läuft einem schon mal das Wasser im Mund zusammen. Und eines gilt im verpackungsarmen, wie auch im normalen Lebensmittelgeschäft: Wer mit Hunger einkaufen geht, den lacht oft mehr an, als erwartet. Was in einem Supermarkt kein Problem ist, kann ohne die richtige Ausrüstung in einem Unverpackt – Laden zu einer Herausforderung werden. Der geplante verpackungsfreie Einkauf wirkt sinnentfremdet, wenn man dann doch wieder für alles ein Sackerl kaufen muss. Sei es auch aus Papier.

Gut, einiges an Obst und Gemüse kann man lose im Rucksack transportieren, aber selbst mit dem treuen tragbaren Begleiter steht man machtlos vor dem Getreide-Regal. Und von Mehl und Zucker kann sowieso nicht die Rede sein.

Um das so gut wie möglich zu vermeiden, kommen hier ein paar Tipps, um wirklich allzeit bereit zu sein:

  1. Jute-Sackerl und alte Plastik-Sackerl: Einfach ein oder zwei klein gefaltet im Rucksack dabeihaben.
  2. Alte Verpackungen wiederverwenden: Ein verwendetes Verpackungs-Sackerl von Mehl oder Linsen, muss nicht gleich Müll sein. Wenn man beim Öffnen Acht gibt, können diese genauso weiterverwendet werden. Ein Tipp: Gummiringerl nicht vergessen, oder wenn es wirklich dicht sein muss: Tütenklammern /Gefrierbeutelklammern mitnehmen. (Gibt’s bei IKEA: www.ikea.com Bevara-Verschlussklemmen)
  3. Alte Eier-Kartons aufheben und mit dem leeren Karton ins Geschäft gehen.
  4. Durchdachtes Helferlein: Es gibt viele smarte Transportverpackungen, die man sich zu Hilfe holen kann. Vor allem als regelmäßiger no-waste-Konsument ist das Investment in ein solches Produkt sinnvoll. Zum Beispiel die Pack&Satt-Box. (www.packundsatt.de) Damit sind lose Trockenproduke kein Problem mehr. Ein weiteres Plus: Die Box wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt!

Ein weiterer Hinweis: Glasbehälter sind zwar ziemlich schön anzusehen, vor allem daheim im Regal. Aber lass die Behälter lieber auch daheim im Regal und füll die gekaufte Ware zu Hause um.  Mit vielen Glasbehältern einkaufen gehen – kein Spaß. Und nach dem ersten Scherbenhaufen, macht das niemand freiwillig nochmal.

Mit ein bisschen Organisation und Aufmerksamkeit wird das Einkaufen zu einem Klacks!

Einkaufen ohne Plastik? Direktvermarkter zeigen´s vor!

Wer kennt das nicht? Man steht im Supermarkt und fast alle Produkte sind eingepackt in Plastik und irgendwie gefällt einem das nicht. Aber was ist die Alternative? Am besten geht man zum Direktvermarkter, wie zu einem Bauernmarkt oder kauft ab Hof. Diese setzen vermehrt auf plastikfreie Verpackungen und versuchen immer weiter alternative Verpackungen durchzusetzen. Zudem möchten sie auch die Konsumenten über die Alternativen aufklären.

Das ABC um Plastik zu vermeiden!

Die Landwirtschaftskammer der Steiermark hat in diesem Jahr Ideen präsentiert, wie Einkaufen ohne Plastik funktionieren kann. Außerdem haben sie zu Pressegesprächen in allen Bezirken der Steiermark geladen, um gegen die Plastikflut vorzugehen und anderweitige Verpackungsmittel zu diskutieren. Zudem wurde auch das ABC zur Vermeidung von Plastik kreiert. Dies sind neun Punkte, welche eine Richtung aufzeigen, wie mit Verpackungen umgegangen werden könnte. Zu diesen Tipps zählen Einkaufssackerl öfter wiederzuverwenden, Mehrwegsysteme einzuführen, Glasverpackungen zu verwenden oder einfach die Verpackung bei einigen Produkten wegzulassen, wenn das Produkt selbst schon durch seine natürliche Schale oder Beschaffenheit haltbar ist.
Ein weiterer Punkt dieses ABCs ist ein ungewöhnlicher, nämlich mit Bedacht zu verpacken. Das heißt, es sollen Materialien verwendet werden, die auch anders oder mehrfach nutzbar sind.

Wettbewerb „Plastikfrei“

Im Mai dieses Jahres rief die Landwirtschaftskammer zum Wettbewerb „Plastikfrei“ auf. In diesem Wettbewerb galt es, seine Idee der plastikfreien Vermarktung vorzustellen. Hierbei sammelten sich allerhand gute Ideen für Umsetzungen. 500 Betriebe nahmen teil und im September wurden 15 Betriebe in drei Kategorien ausgezeichnet.
Die erste Kategorie widmete sich der Bewusstseinsbildung. Hierbei zeigten sich Betriebe, die Aufklärungsarbeit leisten und auch Kunden motivieren, eigene Verpackungen mitzubringen.
Die zweite Kategorie honorierte kurze Transportwege und kundenorientiertes Handeln. Hier gibt es Betriebe, die auf Holzverpackung setzen, selbstständig mit dem E-Bike zustellen, ihr eigenes Pfandsystem haben oder sich als „Seelentröster“ verstehen und ein Ort des Beisammenseins sind.
Die dritte Kategorie zeichnete Vermarkter aus, die es verstehen „alte Technik neu zu interpretieren“. Händler, die in dieser Kategorie prämiert wurden, bieten z. B. Nudeln oder Fleisch im Glas an oder veranstalten Workshops zum Nähen von Rucksäcken.

Einige schöne Schritte in eine plastikfreie oder zumindest plastikärmere Zeit. In den angeführten Links gibt es mehr Details zu den Ideen der Sieger des Bewerbs.

Links:
Gewinner des Wettbewerbs „Plastikfrei“
ABC um Plastik zu vermeiden

Get the taste with „Zero Waste“

Weltweit werden jährlich 1,3 Milliarden Tonnen genießbare Lebensmittel weggeworfen. Das macht ein Drittel aller Lebensmittel aus, die weltweit produziert werden. In Österreich landen rund 157.000 Tonnen genießbare Lebensmittel im Müll.

In der Produktion, Verarbeitung, dem Vertrieb bis hin zum Konsum finden sich Lebensmittel-Verluste. Auch aufgrund von Lagerüberschüssen, Fehletikettierungen, Sortimentswechsel und durch Neugestaltung von Verpackung, landen große Mengen an noch genießbaren Lebensmitteln als Abfall im Müll. Wenn du vorausschauend einkaufst sowie darauf achtest Fleisch, Milchprodukte, Gemüse und Co. richtig zu lagern, kannst du so Lebensmittelabfälle vermeiden.

„Lieber Ohne“- Yes please!

Im November 2017 hat im 6. Wiener Gemeindebezirk der vierte „Zero-Waste“-Laden eröffnet. Mit „Lieber Ohne“ soll ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und Plastikmüll gesetzt werden.  Ein Besuch lohnt sich, denn dort kannst du mit drei einfachen Schritten der Umwelt etwas Gutes tun:

  1. Deine mitgebrachten, leeren Behälter werden gewogen, egal ob Tupperware, Schraubgläser oder Jutebeutel.
  2. Danach befüllst du die Behälter mit der Ware deiner Wahl und das Leergewicht des Behälters wird anschließend vom endgültigen Gewicht abgezogen.
  3. Im Anschluss musst du nur mehr die Ware an der Kasse bezahlen und schon bist du der Umwelt-Held des Tages. Beim Einkauf bei „Lieber Ohne“ sparst du unnötiges Verpackungsmaterial und kannst alles in den Mengen kaufen, die du auch wirklich brauchst.

Egal ob „Zero-Waste“-Neuling oder -Profi. Bei „Lieber Ohne“ gibt’s für jeden etwas. Angefangen von Obst und Gemüse über frisches Brot bis hin zu Kosmetikartikel. Schraubgläser mit Kräutern, Gewürzen sowie Glasspender mit Nüssen, oder Trockenware wie Nudeln, Reis oder Hülsenfrüchte- alles was du brauchst ist mit dabei. Auch Produkte mit flüssiger Konsistenz, wie zum Beispiel Öl oder Flüssigwaschmittel, können ganz handlich in den benötigten Mengen „abgezapft“ werden.

Dazu kommt, dass es Fleisch nur auf Vorbestellung gibt. „Lieber Ohne“ stellt sicher, dass auf Tierwohl gesetzt wird, denn du findest bei ihnen nur österreichisches Bio-Fleisch im Kühlregal. Um dem Ziel „Zero-Waste“ wieder ein Stück näher zu rücken, wird darauf geachtet, das ganze Tier zu verwerten. Es werden also auch unbekanntere Teile verpackt oder verkocht.

Einkaufen macht ja bekanntlich hungrig. Kein Problem- denn bei „Lieber Ohne“ wird auch für dein leibliches Wohl gesorgt. Täglich wird ein warmes Menü angeboten.

Neugierig geworden? Dann wirf’ doch einfach mal einen Blick auf ihre Website https://lieberohne.at/ oder besuche den „Lieber Ohne“-Shop in der Otto-Bauer-Gasse 10, 1060 Wien.

Euer Wiener Glumpat-Team Irene, Anna, Tanja, Klara und Olivia

Quellen:

https://www.wenigermist.at › wieviel-lebensmittel-werden-weggeworfen

https://www.wien.gv.at › umweltschutz › abfall › lebensmittel › fakten

studentenleben.jour.at › 2018/02/01 › lieber-ohne

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