Klug entscheiden – Abfall vermeiden

Eine riesige Menge an Müll – ja die entsteht jedes Jahr in der Steiermark. Im Schnitt fielen nämlich laut kommunaler Abfallwirtschaft Steiermark im Jahr 2017 etwa 451 Kilo Hausmüll pro Person an.
Dies kann aber leichter geändert werden als so mancher vielleicht denken würde! Durch ABFALLVERMEIDUNG kann diesen Müllbergen entgegengewirkt werden.
Das Beste daran, in der Steiermark wird man bei der Abfallvermeidung auch noch in vielen Bereichen unterstützt.

G´scheit Feiern

Durch die Initiative „G´scheit Feiern“ sollen Veranstaltungen in „Feste ohne Reste“ verwandelt werden. Verzichtet man auf Einweggeschirr und Portionsverpackungen, werden regionale Produkte verwendet und wird auf sanfte Mobilität gesetzt, d.h. werden einige Vorschriften bei der Planung des Festes erfüllt, dann kann man sogar eine Förderung beantragen. Zusätzlich stehen die RegionalbetreuerInnen der steirischen Bezirke bei der Planung hilfreich zur Seite.
Hier zum Infofolder: G´scheit Feiern

Tipps zur Abfallvermeidung

Unter dem Motto „Klug entscheiden – Abfall vermeiden“ wurde eine Broschüre mit 10 Tipps zur Abfallvermeidung veröffentlicht. Dadurch erspart man sich nicht nur das mühsame Zusammensuchen von Informationen, sondern erhält leicht umsetzbare Denkanstöße, wie man jeden Tag bewusst Müll vermeiden kann. Die Broschüre mit den 10 Tipps und einer detailreichen Ausführung und Umsetzungsmöglichkeiten gibt es gratis zum Download: 10 Tipps zur Abfallvermeidung

Reparaturprämie

Weiters setzt die Steiermark auf Ressourcenschonung! So wurde Anfang des Jahres 2019 eine sogenannte Reparaturprämie eingeführt. Es handelt sich um eine Förderung der Reparatur von Elektro-Haushaltsgeräten. Jeder und jede Person mit Hauptwohnsitz in der Steiermark konnte diese beantragen. Ausgenommen waren Personen mit Hauptwohnsitz in Graz, da Graz über eine unabhängige Reparaturprämie verfügt. Das Land Steiermark stellte insgesamt einen Betrag von 80.000 Euro zur Verfügung. Das defekte Gerät konnte in jedem im Reparaturführer gelisteten Reparaturgeschäft wieder auf Vordermann gebracht werden, und es konnte eine Förderung von bis zu 100 Euro bezogen werden.
Das Projekt war ein voller Erfolg, denn schon am 26.04.2019 waren die verfügbaren 80.000 Euro zur Gänze abgeschöpft. Die Reparaturprämie leistete einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und Ressourcenschonung, denn insgesamt konnte die Lebensdauer von mehr als 1000 Geräten verlängert werden.
Es ist zu hoffen, dass die Reparaturprämie wieder aufgenommen wird!

Euer Team Steiermark

Das ist doch alles für die Katz´! Nachhaltiges aus dem Bezirk Deutschlandsberg

Diesmal gibt’s mehrere kleine nachhaltige Häppchen aus der Steiermark!

Erstmal geht’s um Müllvermeidung bei unseren lieben, nachtaktiven Vierbeinern. Wer Haustiere hat, hat auch einen gewissen Anspruch. Oft sind das Spielzeug und Kratzbäume aus Plastik mit Pressspannholz oder  bloß irgendein Plüschzeug. Durch mangelhafte Verarbeitung beginnt das Material bald zu brechen oder zerfällt. Es ist sprichwörtlich für die Katz´! Aus der Steiermark kommt dafür genau die richtige Alternative für die Katze oder den Besitzer von Welt, der auch auf die Herkunft und Art des Beschäftigungsmaterials seines Vierbeiners achtet.
In Deutschlandsberg werden Kratzbäume aus Holzstämmen gezimmert! Die Firma Catzup hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Kratzbaumlandschaften zu fabrizieren. Es können sogar eigene Wünsche eingebracht werden und dadurch ein einzigartiger Kratzbaum geschaffen werden. Herkömmlicherweise werden Kratzbäume aus Pappe und Plastik hergestellt und können schnell kaputt werden. Die Kratzbäume aus heimischem Holz und echten Sisal- und Baumwollfasern kommen ohne Plastik aus und werden gut verarbeitet. Auf die „catzability“ wird großen Wert gelegt. Somit hält das Produkt ein Katzenleben lang. Oder sogar darüber hinaus. Die Firma bietet zusätzlich auch Reparaturen an!

Gleich weiter zum Unverpacktladen

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Einen Katzensprung weiter im 20 km entfernten Eibiswald existiert seit 2018 der Unverpackt-laden Le Naturel. Das Geschäft ist Teil von Zero Waste Austria. „Zero Waste“ heißt einfach „kein Müll“.
Der Laden baut sein Konzept auf drei Säulen auf: Erstens soll kein Verpackungsmüll entstehen.  Alle Produkte sind in Spendern oder Glasbehältnissen untergebracht. Entweder  bringt man seinen eigenen Behälter mit oder man kann vor Ort alternative Verpackungen kaufen. Regionale Produzenten sind außerdem im Shop miteingebunden. Somit kauft man regional und umweltfreundlich.
Die zweite Säule baut auf Wissensvermittlung. Im Geschäft werden auch Workshops zu den Themen Natur, Gesundheit und Ernährung abgehalten.
Die dritte Säule soll das Netzwerken untereinander sein.

Radio hören, lernen und informiert bleiben!

Wem das alles noch nicht genug ist, der hört in Deutschlandsberg einfach Radio! Denn der Abfallwirtschaftsverband Deutschlandsberg kooperiert mit dem Radiosender NJOY 88.2 und vermittelt täglich den Umwelttipp des Tages zu Müllvermeidung und -trennung!

Hier die Links zu den Homepages von Catzup und Le Naturel:
Catzup
Le Naturel

Euer Team Steiermark

 

Alte Schätze in neuem Glanz

Ob im Winter, für den Urlaub oder für Feieranlässe, in jedem Fall muss das passende Outfit her. Oft wird neue Kleidung gekauft und die alte, jedoch noch intakte Kleidung einfach entsorgt, da der Kleiderschrank Platz für Neues braucht. Doch diese Kleidung kannst du noch verwenden! Denn bevor dir der Kleiderschrank platzt, kannst du einfach mal aus deiner ausgedienten Kleidung oder anderen stofflichen Materialien etwas Neues entstehen lassen.

Upcycling Nähprojekte

Dieser Prozess wird Upcycling genannt. Dabei werden aus scheinbar nutzlosen Abfallprodukten neuwertige Stoffe erstellt und dadurch Ressourcen geschont, indem ein Neukauf vermieden wird und Vorhandenes erneut eingesetzt wird. So kommt es sogar zu einer stofflichen Aufwertung.
Die gemeinnützige Dienstleistungsgesellschaft in der Stadt Weiz setzt sich für die Abfallvermeidung von neuwertigen Textilien, sowie auch deine Stoffreste ein, und zwar durch individuelle Upcycling- und Nähprojekte. Somit kann aus deiner alten Jeans, oder aus diversen anderen stofflichen Materialien wieder etwas ganz Neues entstehen.

Wie funktioniert das?

Du kannst deine ausgedienten Textilien oder andere Stoffmaterialien entweder selbst mitbringen oder sie können vom Team des Nähservices organisiert werden. Hierbei werden jedoch nur Stoffe bezogen, die von diversen Firmen übriggeblieben sind. Diese Stoffe sind qualitativ neuwertig und würden ansonsten im Abfall landen, wenn Unternehmen wie die DLG Weiz die Materialien nicht anderweitig verwenden würden, um sie vor der Tonne zu bewahren.

Was kann aus den Stoffresten gemacht werden?

  • Rucksäcke und diverse Taschen (Yogataschen, Einkaufstaschen, …)
  • Loops und Trachtenaccessoires
  • Stoffe für den Gastronomiebedarf (Tischwäsche, Servietten, Serviettentaschen, Hussen, …)
  • und noch viel mehr!

Stoff für Alle

Im Rahmen eines Projektes, das von der EU gesponsert wird, veranstaltet die Mitarbeiterin von DLG Mag. Gudrun Eggenreich in der Stadt Weiz und in einigen umliegenden Gemeinden Vorträge zum Thema Müllvermeidung. In diesen Vorträgen werden nicht nur Ideen zur Kunststoffvermeidung im Alltag aufgezeigt, sondern ein Schwerpunkt liegt auch auf Stoffmaterialien und wie diese als Alternative dienen können. Tipps für den Alltag sind also garantiert!
Du möchtest wissen, ob und wann der Vortrag in deiner Gemeinde stattfindet? Das kannst du in deiner Gemeindezeitung nachlesen. Hier erfolgen die Ankündigungen der Vorträge.

Wie man sieht kann, man also aus etwas Altem wieder etwas Neues machen und gleichzeitig Gutes für die Umwelt tun.

Euer Team Steiermark

 

Schladming – Ein Vorzeigemodell für andere steirische Gemeinden?

Mit dem Slogan „Weniger Müll fürs Lebensg´fühl “ will Schladming die fachgerechte Entsorgung des Mülls und das Gefühl für mehr Umweltbewusstsein steigern. Schladming ist für etliche Großevents  und ein hohes Tourismusaufkommen bekannt.  Die hohe Anzahl an Besuchern hat auch eine negative Seite, denn dies bedeutet, dass in dieser Region viel Müll, sowohl in den Mistkübeln, als auch in der Landschaft wiederzufinden ist. In Schladming ist die Abfallvermeidung zu einem brandaktuellen Thema geworden. Schladming versucht einerseits die Herausforderungen, die Großevents mit sich bringen, zu meistern und andererseits das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu fördern.
Bei Events setzen die Verantwortlichen beispielsweise auf Mehrwegbecher,  diese kündigen sie mit dem Slogan „We walk the talk“ an, was so viel bedeutet wie „seinen Worten Taten folgen zu lassen“. Mit dieser Initiative rüsten sie sich umweltschonend für bevorstehende Großereignisse.

Nachhaltige regionale Pläne

Aber nicht nur im Bereich von Großevents ist Schladming  darauf bedacht, umweltschonend zu agieren, sondern die Verantwortlichen setzen auch auf nachhaltige Pläne, um das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu stärken. Dies soll gelingen, indem eine Zusammenarbeit zwischen dem Abfallwirtschaftsverband und den Gemeindebewohnern und -bewohnerinnen gestartet wird. Durch diese Zusammenarbeit soll die Information und Kommunikation zu effektiver Mülltrennung verbessert werden. Die Bevölkerung soll auf dem Laufenden gehalten werden,  Einladungen zu geplanten Projekten bekommen und im weiteren Verlauf eingeladen werden, aktiv mitzumachen und Ideen einzubringen.
Ein weiterer zukunftsweisender Punkt ist die Stärkung des Abfallbewusstseins der nächsten Generation. In diesem Bereich werden Schülerwettbewerbe stattfinden, bei denen sich die Schüler und Schülerinnen ebenfalls mit Ideen zum Thema Müllvermeidung einbringen können.
Erwähnenswert ist, dass die Gemeinde Schladming ökologische Mindestkriterien für gemeindeeigene Veranstaltungen definiert.
Die Kampagnen zum Schutz der Umwelt zeigen jetzt schon Wirkung.  Dass die ganze Region mitmacht, kann man daran erkennen, dass einige Hotelbetriebe auf ökologisch geführten Betrieb umstellen. Sie unterziehen sich derzeit einem Zertifizierungsprozess, um das österreichische Umweltzeichen für die Tourismusbranche zu bekommen. Ein wichtiger Themenschwerpunkt ist hierbei außerdem die Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

An der in diesem Bereich vorbildhaft agierenden Gemeinde Schladming können sich andere steirische Gemeinden ein Beispiel nehmen und ebenfalls Projekte zur Nachhaltigkeit initiieren.

Euer Team Steiermark

 

Was nix kostet ist nix wert!

Dieses Sprichwort kennt bestimmt jeder, aber wie bei jedem Sprichwort sollte man auch dieses nicht verallgemeinern. Den Beweis dafür liefert der Kostnixladen in Gratkorn im Norden von Graz. Die Initiative zu diesem Projekt ergriff die Pfarre Gratkorn vor fünf Jahren.

Was bietet der Kostnixladen?

Im Kostnixladen gibt es allerlei Gegenstände und sogar „gerettete Lebensmittel“. Bis zu drei Gegenstände kann ein Kunde, im Kostnixladen auch Beschenkter genannt, bei seinem Besuch kostenlos mit nach Hause nehmen. Mit einem steirischen Familienpass sogar noch mehr. Diese Gegenstände werden von anderen Besuchern, auch Schenker genannt, zum Kostnixladen gebracht und dort von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen entgegengenommen und ausgestellt. Um Missbrauch vorzubeugen, gibt es einige Regeln, die sich einerseits auf die Schenker, andererseits auf die Beschenkten beziehen. Die Anzahl der Dinge, die ein Schenker zum Kostnixladen bringen darf, ist auf maximal zehn beschränkt. Diese sollen sich in einwandfreiem und funktionstüchtigem Zustand befinden. Der Beschenkte sollte darauf achten, dass er nur Artikel mitnimmt, die er auch wirklich selbst benutzen möchte. Diese Spielregeln gibt es, damit der Kostnixladen nicht in weggegebenen Gegenständen erstickt und auch nicht Opfer von professionellen Schnäppchenjägern wird. Alle Regeln sind auf der Homepage des Kostnixladens aufgelistet.

Alles, was wir brauchen, gibt es schon

Die Wertschätzung gegenüber noch verwendbaren  Dingen, sowie auch die Wertschätzung gegenüber Menschen, die Gegenstände weiterverwenden oder diese zur Weiterverwendung zur Verfügung stellen, wird im Kostnixladen sehr groß geschrieben. Damit ist  ein gewisser sozialer Aspekt verbunden, allerdings ist der Grundgedanke des Kostnixladens, Konsum zu vermeiden und den Reuse-Gedanken in den Vordergrund zu stellen.

Kostnixladen Gratkorn

Einkaufen ohne Plastik? Direktvermarkter zeigen´s vor!

Wer kennt das nicht? Man steht im Supermarkt und fast alle Produkte sind eingepackt in Plastik und irgendwie gefällt einem das nicht. Aber was ist die Alternative? Am besten geht man zum Direktvermarkter, wie zu einem Bauernmarkt oder kauft ab Hof. Diese setzen vermehrt auf plastikfreie Verpackungen und versuchen immer weiter alternative Verpackungen durchzusetzen. Zudem möchten sie auch die Konsumenten über die Alternativen aufklären.

Das ABC um Plastik zu vermeiden!

Die Landwirtschaftskammer der Steiermark hat in diesem Jahr Ideen präsentiert, wie Einkaufen ohne Plastik funktionieren kann. Außerdem haben sie zu Pressegesprächen in allen Bezirken der Steiermark geladen, um gegen die Plastikflut vorzugehen und anderweitige Verpackungsmittel zu diskutieren. Zudem wurde auch das ABC zur Vermeidung von Plastik kreiert. Dies sind neun Punkte, welche eine Richtung aufzeigen, wie mit Verpackungen umgegangen werden könnte. Zu diesen Tipps zählen Einkaufssackerl öfter wiederzuverwenden, Mehrwegsysteme einzuführen, Glasverpackungen zu verwenden oder einfach die Verpackung bei einigen Produkten wegzulassen, wenn das Produkt selbst schon durch seine natürliche Schale oder Beschaffenheit haltbar ist.
Ein weiterer Punkt dieses ABCs ist ein ungewöhnlicher, nämlich mit Bedacht zu verpacken. Das heißt, es sollen Materialien verwendet werden, die auch anders oder mehrfach nutzbar sind.

Wettbewerb „Plastikfrei“

Im Mai dieses Jahres rief die Landwirtschaftskammer zum Wettbewerb „Plastikfrei“ auf. In diesem Wettbewerb galt es, seine Idee der plastikfreien Vermarktung vorzustellen. Hierbei sammelten sich allerhand gute Ideen für Umsetzungen. 500 Betriebe nahmen teil und im September wurden 15 Betriebe in drei Kategorien ausgezeichnet.
Die erste Kategorie widmete sich der Bewusstseinsbildung. Hierbei zeigten sich Betriebe, die Aufklärungsarbeit leisten und auch Kunden motivieren, eigene Verpackungen mitzubringen.
Die zweite Kategorie honorierte kurze Transportwege und kundenorientiertes Handeln. Hier gibt es Betriebe, die auf Holzverpackung setzen, selbstständig mit dem E-Bike zustellen, ihr eigenes Pfandsystem haben oder sich als „Seelentröster“ verstehen und ein Ort des Beisammenseins sind.
Die dritte Kategorie zeichnete Vermarkter aus, die es verstehen „alte Technik neu zu interpretieren“. Händler, die in dieser Kategorie prämiert wurden, bieten z. B. Nudeln oder Fleisch im Glas an oder veranstalten Workshops zum Nähen von Rucksäcken.

Einige schöne Schritte in eine plastikfreie oder zumindest plastikärmere Zeit. In den angeführten Links gibt es mehr Details zu den Ideen der Sieger des Bewerbs.

Links:
Gewinner des Wettbewerbs „Plastikfrei“
ABC um Plastik zu vermeiden

Tausch statt Kauf

Weihnachten kommt mit immer größer werdenden Schritten auf uns zu und damit auch die Zeit des Geschenkebesorgens. Beliebt ist zu Weihnachten unter anderem neue Kleidung. Das ist nicht verwunderlich, denn in Österreich werden jährlich insgesamt ca. 9,5 Mrd. Euro für Bekleidung ausgegeben. Sich ständig neue Klamotten zu kaufen ist  aber nicht nur kostspielig, sondern auch umweltbelastend. Oft wird die Kleidung in anderen Ländern billig produziert und das unter schlechten Arbeitsbedingungen. Dadurch werden nicht nur Menschen geschädigt, sondern auch Unmengen an CO2-Emissionen produziert.

Die Kleidung, die nicht mehr angezogen wird, aber noch schön ist, wird in Altkleidercontainern gesammelt. Die Menge an Kleidung, die in solchen Containern entsorgt wird, liegt in Österreich schätzungsweise bei ca. 80.000 Tonnen pro Jahr.  Davon wird der Großteil zwar wieder in Secondhand-Shops verkauft, jedoch wäre es aus Gründen der Nachhaltigkeit sinnvoller, die entsorgten Mengen klein zu halten. Das fängt schon beim Kauf an.
Du möchtest nicht auf neue Kleidung verzichten, jedoch Abfall vermeiden? Wir zeigen dir, wie das möglich ist!

Tausch dich glücklich!

Acht Frauen aus dem Raum Gleisdorf haben sich zusammengetan und zeigen, wie nachhaltig ehemalige Lieblingskleidungsstücke sein können. Ganz nach dem Motto „Statt billig kaufen, gemütlich tauschen“, veranstalteten die acht Frauen nun ihre 2. Kleidertauschparty. Und jeder kann dabei mitmachen.

Wie funktioniert´s?

Entrümple deinen Kleiderschrank, und Kleidung und Schuhe, die du nicht mehr anziehst, die aber noch sauber und intakt sind, sowie Accessoires, kannst du einfach zur nächsten Kleidertauschparty mitbringen. Ob Damen-, Herren-, oder Babykleidung, die Größe und Art der Klamotten spielen hier keine Rolle. Die Kleidung wird dann auf Tischen zur Schau gestellt und schon kann das Stöbern losgehen. Du kannst die Kleidung durchsehen, anprobieren und mitnehmen, was dir gefällt. Das Durchsehen braucht, wie auch Shoppen, Zeit. Deshalb kannst du in Ruhe alles durchstöbern und dir Zeit nehmen, denn für Speis und Trank ist gegen eine freiwillige Spende gesorgt. Die übrig gebliebenen Stücke werden anschließend dem Kleiderladen der Pfarre bzw. Carla-Laden gespendet.

Der Termin für die 3. Tauschparty ist leider noch nicht fixiert. Halte dich am Laufenden, wann und wo die Tauschpartys stattfinden: Kleidertausch Gleisdorf

Mit den „Tausch-dich-glücklich“ – Partys in Gleisdorf kann man nicht nur das Geldtascherl schonen, sondern vor allem der Umwelt etwas Gutes tun.

Euer Team Steiermark

Abfallvermeidung in Großküchen

Österreichweit werden rund 600.000 Tonnen an Lebensmitteln im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung in die Tonne geworfen. Davon werden 8.500 Tonnen an Lebensmitteln allein schon in der Steiermark verschwendet. Diese Mengen an Lebensmittelabfällen entsprechen etwa 19.400 Tonnen CO2.

United Against Waste – Wer macht mit?

„United Against Waste“ ist eine Initiative, die sich die Verringerung von Lebensmittelabfällen in der Gemeinschaftsverpflegung und in Großküchen zum Ziel gesetzt hat. Diese Initiative wird von einem breiten Partnernetzwerk aus Wirtschaft, Bund, Ländern, NGOs und Wissenschaft getragen.

Maßnahmen in Großküchen

Um die Speiseabfälle zu reduzieren, haben die Großküchen ein Programm auf die Beine gestellt. Die Betriebe erstellen monatliche Lebensmittelabfall-Bilanzen und setzen punktuell Maßnahmen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen hierbei zum Beispiel Essensvorbestellungen der KonsumentInnen, unterschiedliche Portionsgrößen sowie eine freie Wahl von Beilagen. Eine weitere Maßnahme ist, dass Buffets, anstatt diese bereits im Voraus mit großen Mengen zu befüllen, öfter nachbestückt werden. Zwanzig dieser Küchen befinden sich in der Steiermark. Zu diesen zählen unter anderem die Großküchen der Landeskrankenhäuser Hochsteiermark, Weststeiermark und Graz. Weitere beteiligte Betriebe sind zum Beispiel S-Gourmet oder Gaumenglück.

Aktionswoche für KonsumentInnen

Für KundInnen der 20 steirischen Großküchen wurde eine Aktionswoche durchgeführt, die von 14. bis 21. Oktober unter dem Motto „Nix übrig für Verschwendung“ stattgefunden hat. Im Rahmen der Kampagne konnten sich die KonsumentInnen, PatientInnen und HeimbewohnerInnen an einem Gewinnspiel unter dem Motto „#nixübrig“ beteiligen.  Die TeilnehmerInnen wurden motiviert, Fotos von leergegessenen Tellern oder kreative Ideen zur Resteverwertung auf Facebook oder Instagram zu posten, um zu zeigen, dass sie selbst nichts für Verschwendung von Essen übrighaben.
Bei diesem Gewinnspiel gab es einen zweitägigen Aufenthalt im „Rogner Bad Blumau“ zu gewinnen. Dieser Betrieb gilt aufgrund seines wertschätzenden Umgangs mit Nahrungsmitteln als steirischer Vorzeigebetrieb.

Erfolg

„United Against Waste“ hat durchaus schon großen Erfolg, denn österreichweit nehmen 150 Betriebe teil und es wurde ein Rückgang von 9 % der Abfälle seit Beginn der Initiative verzeichnet.

Diese Kampagne zeigt, dass jeder und jede von uns etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun kann!

Euer Team Steiermark

 

Weihnachten zur Weiterverwendung von Brauchbarem nutzen und gleichzeitig Gutes tun!

Weihnachten steht vor der Tür und damit kommen auch die Geschenke! Ein neuer Fernseher und vieles mehr. Alles schön und gut, aber wohin jetzt nur mit dem alten Fernseher? Einfach in den Sperrmüll auch wenn er noch verwendbar ist? Nein! Für brauchbare Dinge gibt es in verschiedenen Gemeinden des Bezirks Graz-Umgebung Sammelboxen in Kooperation mit der Caritas.

Wie funktioniert’s?

Diese Boxen sind gut sichtbar in den Altstoffsammelzentren, kurz ASZ, der teilnehmenden Gemeinden aufgestellt. Grundsätzlich können Kleidung, Schuhe, Hausrat, funktionstüchtige Elektrogeräte, Kleinmöbel, Bücher, Dekorationsgegenstände und Spielzeug hier zur Wiederverwendung abgegeben werden. Ist man sich allerdings nicht sicher, ob ein Gegenstand noch weiterverwendet werden kann, fragt man am besten einen der Gemeindebediensteten am ASZ. Die Gemeindebediensteten sind von Mitarbeitern der Caritas geschult worden, Wiederverwertbares von Müll trennen zu können. Sollte ein Gegenstand nun tatsächlich als Müll klassifiziert worden sein, ist man zumindest schon am richtigen Ort, um ihn ordnungsgemäß zu entsorgen. Alle Sachspenden in den Boxen werden  von der Caritas abgeholt, sortiert, kontrolliert, eventuell repariert und in „Carla“-Geschäften, den Secondhand-Läden der Caritas, weiterverkauft. Jeder Wiederverkauf unterstützt Hilfsprojekte der Caritas.

Beteiligte Gemeinden

In folgenden sechs Gemeinden in Graz-Umgebung findet man Sammelboxen der Caritas: Eggersdorf bei Graz, Feldkirchen bei Graz, Nestelbach bei Graz, Seiersberg-Pirka, St. Bartholomä und Thal. Auch gibt es für Gemeinden die Möglichkeit, Sammelboxen temporär aufzustellen. Die Koordination zwischen den Gemeinden und der Caritas übernimmt der Abfallwirtschaftsverband Graz-Umgebung.

Euer Team Steiermark

Quelle: CARLA-Projekt im AWV GU

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