Das Team Deutschland (unver)packt seine Koffer

Ein Rückblick

Bereits über 3 Monaten ist es her, dass wir – Nadine, Lukas, Delia, Mona, Leonie und Marcel begonnen haben euch über die verschiedensten Trends und Neuigkeiten im Bereich Unverpackt, Zero-Waste und nachhaltigen Einkauf aus unserem Nachbarland Deutschland zu informieren. Dabei konnten wir stets auf unseren Mentor und oftmaligen Ideengeber Matthias Kuhnel (The ReUse Project) zählen. Und da die Reise nun auch zu Ende geht, möchten wir noch einmal gemeinsam einen Blick zurück auf unsere bisherigen Blogartikel werfen.

Nach einem kurzen bekannt machen ging es auch schon sehr spannend los, denn die ganzen Lebensmittel und Leckereien müssen ja erstmal vom Laden nach Hause gebracht werden. Was vor allem bei den ersten Versuchen Abfall beim Einkaufen zu reduzieren sich als schwierig herausstellen kann. Das Planung alles ist, und warum Glasbehälter auf den zweiten Blick nicht optimal sind könnt ihr nochmal hier nachlesen: Unverpackt im Laden – Unverpackt tragen?

Das Plastiksackerl verabschiedete sich bereits mit Anfang des Jahres aus den heimischen Supermärkten, aber auch das Papier Sackerl hat noch Potenzial nach oben bei der Öko-Bilanz. Dass das kein Grund zu verzweifeln ist, zeigten wir im Blog Graspapier außen Hui innen Heu, denn hier wird durch den Umstieg von Holz auf Heu bis zu 75% CO2 sowie auch jede Menge Wasser eingespart. Warum Supermärkte derzeit aber eine Mischform nutzen beantworten wir im Blog.

Mitte April hatte uns die Corona-Krise auch in Österreich fest im Griff und Hygiene spielte nicht nur beim Händewaschen eine entscheidende Rolle. Da stellte sich so manchen die Frage, ob man es den überhaupt noch riskieren kann etwas Unverpacktes zu konsumieren. Doch die verschiedensten Bauernmärkte zeigten in dieser schweren Zeit, wie schön es ist mit genügend Platz und unter freiem Himmel einzukaufen. Der deutsche Infektiologe Dr. Thomas Löscher sowie das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz machten Mut auch weiterhin verpackungsfrei einzukaufen. Die Details findet ihr hier im Blog Hygienisch und Verpackungsfrei durch die Corona-Krise, geht denn das?

In Frau Lose macht es vor stellten wir euch den Unverpackt-Landen aus Dortmund vor, der durch Do-it-yourself Workshops erst so richtig in die Startlöcher kam. Und neben Lebensmitteln, Hygieneartikeln werden auch noch immer Workshops angeboten. Wer näheres über die gute Frau Lose erfahren will, weiß sicher schon wo es zu finden ist 😊

Der Ort wo man das fiese Plastik gar nicht mehr loszukriegen scheint ist? Na klar, das Badezimmer, wo sonst stapeln sich Duschgel- über Shampooflaschen und unzählige weitere Pflegeprodukte im Plastikmantel. Das man nicht schäumen muss vor Wut zeigen wir euch mit einem Klick auf unseren Artikel über den Lavatara Refill Shop in Hamburg. Mit ihrem tollen Pfandkonzept kann man das Schäumen wieder getrost der Seife überlassen.

Ein Einkauf ist am besten wohl überlegt und gut geplant, dass es in der Realität eher chaotisch zu geht und man dann doch eher spontan in den Supermarkt schaut kennt jeder von uns. Im Blog Weniger Verpackungen beim Spontaneinkauf könnt ihr nochmal nachlesen in welcher Deutsche Supermarktkette eine Mehrweg-Transportbox neben der Frischetheke zu finden ist und warum selbstmitgebracht der Umwelt trotzdem am liebsten ist.

Bei Bienen denken wir als allererstes an die fleißigen kleinen Arbeiterinnen, und genau so fleißig sind die Ambitionen des Unternehmens Biobiene, das von einer Welt ohne Plastikmüll träumt. Ihr habt verpasst was hinter dem viel prämierten Unternehmen steckt? Kein Problem ein Klick und ihr summt zum richtigen Blog.

In Drei, Zwei, EI – Verpackungsfrei zeigten wir euch, dass selbst der Eierkarton bald ausgedient hat. So hat z.B ein Mehrwegbehälter wie die MeiBox (Mehrweg Eier-Box) 999.999 garantierte Vorteile gegenüber dem Eierkarton, überzeugt euch im Artikel selbst.

Als Konsument hat man natürlich eine gewissen Verantwortung, regional soll es sein, bio und am besten auch noch unverpackt. Klingt etwas stressig, doch mit der Kornkiste können unsere Nachbarn aus Deutschland 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wie das gelingt und welche Möglichkeiten die Grazer & Grazerinnen haben wir euch in diesem Blog gezeigt.

Pfandflaschen sind immer wieder ein Thema in der Politik, was das ganz bringen kann haben wir im Blog Recup aufgezeigt. Mit nur 1€ Pfand konnten so 3.000 Bäume und 1,5 Milliarden Liter Wasser eingespart werden, wie viel CO2 das wohl sein mag könnt ihr schätzen oder ganz einfach nochmal nachlesen.

Viele erinnern sich vielleicht noch gut aus ihrer Kindheit daran, die anderen vermutlich aus unserem Blog Artikel Quetsch-Quatsch. Die Rede ist von den beliebten Obstbrei Tüten die meist nicht nur aus Kunststoff, sondern auch aus Aluminium gefertigt sind. Das es gesünder für Mensch und Umwelt ist zu frischem Obst zu greifen, aber auch dass es auch bereits Mehrweg-Quetschies gibt haben wir ausführlich für euch im Blog recherchiert.

Statt „Netflix & Chillen“ gibts bei uns zur Primetime Nachhaltigkeit und guten Willen, und so drehte es sich selbst wenn wir einmal fernsehen wie auch sonst in unserem Blog alles um das Thema Verpackung. In Anpacken statt Verpacken“ gab es ein kleines Review zum gleichnamigen 30 Minuten Film. Interessiert finden hier nicht nur unsere kurze Zusammenfassung, sondern auch den Link zum selber nachsehen.

Bereits bevor wir uns von euch verabschiedeten hieß es Tschüss Plastik! Hallo Putzmittel Tabs hier stellten wir euch das geniale Konzept von Everdrop vor. Individuelles Waschmittel je nach dem Wasserhärtegrad bei euch zu Hause klingt nach Utopie ist aber nicht nur Realität, sondern auch noch günstig und nachhaltig dazu.

Bevor wir uns jetzt verabschieden, erzählten wir in unserem bisher letzten Blog über die interessanten Lieferanteninterviews die wir führen durften und dass Verpackungsfrei so manche Herausforderung für die Zulieferer birgt. Wie Lasertechnologie nicht nur die Dunkle Seite der Macht, sondern auch Plastik besiegt könnt ihr in Branding ganz ohne Müll nachlesen erfahren.

Und hiermit dürfen wir uns auch schon bei unseren treuen Lesern und Leserinnen verabschieden. Es hat uns wirklich sehr Spaß gemacht den Blick über den Tellerrand zu unseren Nachbarn in Deutschland zu wagen und euch das näher zu bringen, was uns am Herzen liegt eine nachhaltigere und verpackungsfreie Welt.

Dankeschön und eine schöne Sommerzeit wünscht
euer Team Deutschland

Anpacken statt Verpacken

Wege aus dem Müll-Dilemma

In der Dokumentation „Anpacken statt Verpacken“ beschäftigt sich der Kultursender ARTE mit dem Verpackungsproblem, deutschen sowie weltweiten „Umdenkern“ und deren Ideen.

Zuerst stellt die Doku den Unverpackt-Laden „Grünkorn“ in Wülfrath in Nordrhein-Westfahlen vor. Dieser ist zwar nur einer von 191 Unverpackt-Läden in Deutschland, aber ein gutes Beispiel dafür, wie so ein Laden läuft.

Außerdem wird von jungen Unternehmen berichtet, die mit ihren Ideen das Problem Verpackungsmüll beim Schopf packen wollen:

In Bali, Indonesien, hat Kevin Kumala aus dem Wurzelgemüse Maniok ein Material entwickelt, welches biologisch abbaubar und essbar ist.  Mit dieser Idee gründete er seine Firma Avani, die Maniok-Mehltüten herstellt.

Wieder in Deutschland; Hier beschäftigt sich Familie Eschenlohr mit einer alternativen Verpackungsmöglichkeit, das Styropor ersetzen soll: Dämmplatten aus Stroh.

Es wird die Lagerhalle der Firma Bananeira in Erlangen besucht. Von dort aus werden viele Lebensmittel in die Unverpackt-Läden Deutschlands geliefert. Die Gründer Ümit Sormaz und Jonas Schmiedle erzählen von dem Wunsch Einmalfolie den Gar aus zu machen, möglichen Alternativen und einem Pfandsystem für Ketchup und Co.

Abschließend besucht man zusammen mit Marina Beermann die „Fruit Lugistica“-Messe in Berlin. Hier sucht die WWF-Mitarbeiterin nach innovativen Ideen, die sie zusammen mit EDEKA umsetzen kann.

Die Doku bietet in 30 Minuten einen äußerst informativen Überblick über Deutschlands Müllproblem, und denen, die diesem den Kampf angesagt haben. Für alle, die neugierig auf innovative Verpackungs-Alternativen sind, oder einfach mal einen Blick hinter die Kulissen von Unverpackt-Läden und Co werfen wollen, ist die Doku sehr zu empfehlen.

Aber auch Leuten, die einfach mal in das Thema hineinschnuppern wollen, ist die Doku sehr ans Herz zu legen.

Also, hier der Link:

https://www.arte.tv/en/videos/090637-078-A/re-packaging-destined-for-landfill/

Zurücklehnen und anschauen!

Bio, Zero–Waste und Direkt nach Hause: die Kornkiste

Unverpackt und Zero-Waste Bio–Lebensmittel einkaufen und die auch noch ganz einfach online bestellen: klingt doch wie ein Traum oder? Das ist aber wirklich möglich und zwar mit der „Kornkiste“!

Diese ist nicht nur ein Unverpackt-Laden in Coppenbrügge (Niedersachsen), sondern auch ein Online-Unverpackt-Versand mit Mehrweg–System. Um bei diesem einzukaufen, gilt es 5 einfachen Schritten zu folgen:

  1. Im Online Shop einfach Produkte auswählen, welche man für den Haushalt benötigt. Dann bezahlt man die Ware, wie auch die Pfand-Einlage. Beim ersten Einkauf fällt auch eine Kaution für die Mehrweg–Behälter an (Falls man Geld sparen will, kann man sich einfach mit Freunden, Familienmitgliedern oder Nachbarn zusammen tun. Denn ab einem Einkauf von 150€ fallen die Versandkosten weg).
  2. Die Kornkiste wird mit der bestellten Ware in Baumwoll–Sackerl oder Mehrweg-Dosen aus verzinktem Blech oder Kunststoff gefüllt.
  3. Die gefüllten Beutel und Dosen werden in eine Mehrweg–Transportkiste aus recyceltem Kunststoff gepackt. Diese werden dann mit der umweltfreundlichen Variante von DHL –DHL-Go-Green– versandt.
  4. Nachdem man die angekommenen Waren in seine eigenen Behälter umgefüllt hat, legt man sie zurück in die Transportkiste. Diese bringt man dann zur nächsten Post oder der nächsten DHL Filiale. Dafür hat man 10 Tage Zeit.
  5. Sobald die Transportkiste samt aller Mehrweggebinde wieder zurück sind, wird sie auf Vollständigkeit geprüft und anschließend für die nächste Lieferung gesäubert und vorbereitet.

Der Preis wird kiloweise bestimmt und bekommt einen Transportkosten-Aufschlag. Lange Wartezeiten gibt es nicht, meistens 7 bis 10 Tage.

Es ist außerdem möglich einige der Behälter zu behalten, um sie für die eigene Aufbewahrung von Lebensmitteln zu verwenden. Man kann Dosen und Sackerl einfach mit der restlichen Kiste zurückschicken und dann nachträglich bezahlen.

Die einzigen schlechten Nachrichten: Es gibt die Kornkiste leider nur in Deutschland. In Graz wäre zB. der Online Shop von Das Gramm eine Alternative!

Weitere Infos zur Kornkiste für alle Interessierten: https://unverpackt-versand.de/

“Twig Refill“- wenn der Schritt zurück zum Fortschritt wird

Mit dem Thema “Verpackungsfrei Einkaufen” hat sich sicher schon der eine oder andere beschäftigt. Dabei scheint die Umsetzung bei manchen Produkten einfacher als bei anderen, z.B. lässt sich Obst und Gemüse recht einfach ohne Verpackungen verkaufen. Doch wie sieht es mit Produkten aus, welche im normalen Supermarkt nur in bestimmten Mengen abgepackt verfügbar sind, wie etwa Mehl, Bohnen oder Olivenöl? Diese Frage haben auch wir uns gestellt und sind bei unserer Recherche im südwestlichen Irland fündig geworden.

 „The Olive Branch“, eine irische Einrichtung, welche von Olive Finn und Andy Beattie 2004 gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht ein „minimal waste“, also ein minimales Abfall, – Geschäft zu eröffnen. Dies ist ihnen 2018 gelungen; es trägt den Namen „Twig Refill“ und befindet sich in der Stadt Clonakilty an der südwestlichen Küste Irlands.

Der Shop ermöglicht den Kund*innen ihre eigenen Taschen, Behälter und Gläser mitzubringen, die vor Ort aufgefüllt werden können. Sollte man keine dabeihaben, bietet das Geschäft wiederverwendbare Taschen aus 100% Baumwolle und Glasbehälter an, um sich am Sortiment bedienen zu können. Berechnet wird anschließend das Gewicht abzüglich des Behältnisses. Das Sortiment umfasst eine große Auswahl an Kräutern und Gewürzen, Getreide, Nudeln, Reis, Nüssen, Hülsen- und getrockneten Früchten, Olivenölen, Getränken und vieles mehr. Außerdem werden sowohl Kosmetika wie Shampoos und Pflegeprodukte als auch Reinigungsmittel angeboten, welche nicht nur frei von industriellen Chemikalien sind, sondern ebenfalls in die eigenen Behälter eingefüllt werden können.

Sollte man noch andere Produkte, wie z.B. Obst, Gemüse oder Nahrungsergänzungsmittel brauchen, können diese direkt gegenüber in dem bereits länger bestehenden „The Olive Branch“ Shop gekauft werden. Auch hier setzt man auf Produkte, welche in mitgebrachte oder dort gekaufte wiederverwendbare Taschen gefüllt werden.

Dieses Konzept weicht von den heutigen Einkaufstandards mit Sicherheit etwas ab, da dabei eine schnelle Abwicklung im Vordergrund steht. Den Unternehmern ist dies durchaus bewusst bzw. beabsichtigen sie es, den „old local cornor“-Flair, also die alte, einheimische Eckladen-Atmosphäre, zu erzeugen. Um dies zu unterstreichen gibt es die Möglichkeit es sich mit einer Tasse Filterkaffee, diversen Tees oder einem Glas Smoothie, Limonade oder Kombucha auf den Sitzmöglichkeiten gemütlich zu machen, Fragen zu stellen, zu tratschen oder sich einfach nur kurz auszuruhen.

Sowohl in Hinsicht auf die Atmosphäre als auch auf die alternativen Verpackungsmethoden ist die Idee, wie es das Unternehmen selbst zu sagen pflegt, „Shopping the old fashioned way!“ – Einkaufen auf die alte Art!

Die eine oder andere Scheibe könnte man sich von diesem Verkaufskonzept mit Sicherheit abschneiden. Vielleicht wäre es besser, sich etwas mehr Zeit zum Einkaufen zu nehmen und die Produkte dafür mit Bedacht zu wählen. Dies beginnt bei der Herkunft bzw. Herstellung und endet bei der Verpackung.

Sollte das Interesse im ein oder anderen geweckt worden sein, hier findet ihr die Website des Unternehmens bzw. ihr Facebook- und Instagram Account.
https://theolivebranch.ie/twig-refill/
https://www.facebook.com/theolivebranchclonakilty/
https://www.instagram.com/twigrefillshop/

Bild: https://www.facebook.com/theolivebranchclonakilty/photos/a.462918653835294/1618422538284894/?type=3&theater 

Hygienisch und Verpackungsfrei durch die Corona-Krise, geht denn das?

In Zeiten wie diesen spielt die Hygiene bei Lebensmitteleinkäufen eine besondere Rolle. Mundschutz, Handschuhe und Desinfektionsmittel sind derzeit die Begleiter auf dem Weg zum Einkaufswagen. Muss man aber während der Corona-Zeit gänzlich auf sein Umweltbewusstsein beim Einkaufen verzichten?

Wer sich, bei den aus den derzeitigen Umständen entstehenden Müllbergen, fragt, ob es denn überhaupt denkbar ist Verpackungsfreie Lebensmittel einzukaufen ist vermutlich wegen gesundheitlicher Bedenken verunsichert? Ein Lokalaugenschein bei den Bauernmärkten in Graz zeigt das weiterhin reges Treiben herrscht, aber sehr viel unbeschwerter, da der Sicherheitsabstand unter freiem Himmel definitiv leichter einzuhalten ist als zwischen zwei Regalen im Supermarkt.

Aber auch verpackungsfreie Läden haben weiterhin geöffnet und häufig können dort weiterhin Produkte wie Mehl, Backzutaten usw. gefunden werden die in den Supermärkten teilweise vergriffen sind. Aber ist es auch für die Gesundheit der Menschen unbedenklich unverpackte Lebensmittel in Zeiten von Corona zu konsumieren?

Der deutsche Infektiologe Dr. Thomas Löscher klärte in einem Stern Interview auf, dass man Obst und Gemüse einfach gut waschen sollte, was ohnehin immer schon empfehlenswert war. Laut ihm können schon bei fließendem kaltem Wasser Lebensmittel so gewaschen werden, dass kein Infektionsrisiko mehr besteht. Ein Abbürsten der Lebensmittel empfindet er keineswegs als notwendig, wer sich beispielsweise zur Risikogruppe zählt kann sein Gemüse aber zusätzlich noch blanchieren, da das Coronavirus schon bei etwa 60-70°C abgetötet wird.

Generell besteht ein vergleichbar geringes Risiko sich über Lebensmittel anzustecken, das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz verweist auf die geringe Umweltstabilität des Coronavirus und das es nach wie vor keine Hinweise darauf, dass Handelswaren ein Risiko darstellen”.

Generell werden Kunden wie bei verpackungsfreien Läden dazu angehalten wie überall:

  • Sich die Hände am Eingang zu desinfizieren

  • Handschuhe und Mundschutz zu benutzen

  • Abstand zu halten

Das heißt es kann auch weiterhin verpackungsfrei zugegriffen werden. Wer sich zusätzlich noch unnötige Wege sparen möchte, kann seinen verpackungsfreien Einkauf  vom Grazer verpackungsfreien Laden Gramm umweltfreundlich per Velofood liefern lassen.

Also bleibt weiterhin gesund und umweltbewusst.

Unverpackt im Laden – Unverpackt tragen?

Der Traum eines jeden Verpackungs-vermeidenden Konsumenten: Reihen um Reihen an Trögen, mit unverpackten Lebensmitteln und Leckereien. Da läuft einem schon mal das Wasser im Mund zusammen. Und eines gilt im verpackungsarmen, wie auch im normalen Lebensmittelgeschäft: Wer mit Hunger einkaufen geht, den lacht oft mehr an, als erwartet. Was in einem Supermarkt kein Problem ist, kann ohne die richtige Ausrüstung in einem Unverpackt – Laden zu einer Herausforderung werden. Der geplante verpackungsfreie Einkauf wirkt sinnentfremdet, wenn man dann doch wieder für alles ein Sackerl kaufen muss. Sei es auch aus Papier.

Gut, einiges an Obst und Gemüse kann man lose im Rucksack transportieren, aber selbst mit dem treuen tragbaren Begleiter steht man machtlos vor dem Getreide-Regal. Und von Mehl und Zucker kann sowieso nicht die Rede sein.

Um das so gut wie möglich zu vermeiden, kommen hier ein paar Tipps, um wirklich allzeit bereit zu sein:

  1. Jute-Sackerl und alte Plastik-Sackerl: Einfach ein oder zwei klein gefaltet im Rucksack dabeihaben.
  2. Alte Verpackungen wiederverwenden: Ein verwendetes Verpackungs-Sackerl von Mehl oder Linsen, muss nicht gleich Müll sein. Wenn man beim Öffnen Acht gibt, können diese genauso weiterverwendet werden. Ein Tipp: Gummiringerl nicht vergessen, oder wenn es wirklich dicht sein muss: Tütenklammern /Gefrierbeutelklammern mitnehmen. (Gibt’s bei IKEA: www.ikea.com Bevara-Verschlussklemmen)
  3. Alte Eier-Kartons aufheben und mit dem leeren Karton ins Geschäft gehen.
  4. Durchdachtes Helferlein: Es gibt viele smarte Transportverpackungen, die man sich zu Hilfe holen kann. Vor allem als regelmäßiger no-waste-Konsument ist das Investment in ein solches Produkt sinnvoll. Zum Beispiel die Pack&Satt-Box. (www.packundsatt.de) Damit sind lose Trockenproduke kein Problem mehr. Ein weiteres Plus: Die Box wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt!

Ein weiterer Hinweis: Glasbehälter sind zwar ziemlich schön anzusehen, vor allem daheim im Regal. Aber lass die Behälter lieber auch daheim im Regal und füll die gekaufte Ware zu Hause um.  Mit vielen Glasbehältern einkaufen gehen – kein Spaß. Und nach dem ersten Scherbenhaufen, macht das niemand freiwillig nochmal.

Mit ein bisschen Organisation und Aufmerksamkeit wird das Einkaufen zu einem Klacks!

Das ist doch alles für die Katz´! Nachhaltiges aus dem Bezirk Deutschlandsberg

Diesmal gibt’s mehrere kleine nachhaltige Häppchen aus der Steiermark!

Erstmal geht’s um Müllvermeidung bei unseren lieben, nachtaktiven Vierbeinern. Wer Haustiere hat, hat auch einen gewissen Anspruch. Oft sind das Spielzeug und Kratzbäume aus Plastik mit Pressspannholz oder  bloß irgendein Plüschzeug. Durch mangelhafte Verarbeitung beginnt das Material bald zu brechen oder zerfällt. Es ist sprichwörtlich für die Katz´! Aus der Steiermark kommt dafür genau die richtige Alternative für die Katze oder den Besitzer von Welt, der auch auf die Herkunft und Art des Beschäftigungsmaterials seines Vierbeiners achtet.
In Deutschlandsberg werden Kratzbäume aus Holzstämmen gezimmert! Die Firma Catzup hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Kratzbaumlandschaften zu fabrizieren. Es können sogar eigene Wünsche eingebracht werden und dadurch ein einzigartiger Kratzbaum geschaffen werden. Herkömmlicherweise werden Kratzbäume aus Pappe und Plastik hergestellt und können schnell kaputt werden. Die Kratzbäume aus heimischem Holz und echten Sisal- und Baumwollfasern kommen ohne Plastik aus und werden gut verarbeitet. Auf die „catzability“ wird großen Wert gelegt. Somit hält das Produkt ein Katzenleben lang. Oder sogar darüber hinaus. Die Firma bietet zusätzlich auch Reparaturen an!

Gleich weiter zum Unverpacktladen

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Einen Katzensprung weiter im 20 km entfernten Eibiswald existiert seit 2018 der Unverpackt-laden Le Naturel. Das Geschäft ist Teil von Zero Waste Austria. „Zero Waste“ heißt einfach „kein Müll“.
Der Laden baut sein Konzept auf drei Säulen auf: Erstens soll kein Verpackungsmüll entstehen.  Alle Produkte sind in Spendern oder Glasbehältnissen untergebracht. Entweder  bringt man seinen eigenen Behälter mit oder man kann vor Ort alternative Verpackungen kaufen. Regionale Produzenten sind außerdem im Shop miteingebunden. Somit kauft man regional und umweltfreundlich.
Die zweite Säule baut auf Wissensvermittlung. Im Geschäft werden auch Workshops zu den Themen Natur, Gesundheit und Ernährung abgehalten.
Die dritte Säule soll das Netzwerken untereinander sein.

Radio hören, lernen und informiert bleiben!

Wem das alles noch nicht genug ist, der hört in Deutschlandsberg einfach Radio! Denn der Abfallwirtschaftsverband Deutschlandsberg kooperiert mit dem Radiosender NJOY 88.2 und vermittelt täglich den Umwelttipp des Tages zu Müllvermeidung und -trennung!

Hier die Links zu den Homepages von Catzup und Le Naturel:
Catzup
Le Naturel

Euer Team Steiermark

 

Gemeinsam nachhaltiger werden!

„Ich würde gerne Haarseifen ausprobieren, aber taug‘n die was?“, „Wann öffnet der neue Unverpackt Laden endlich?“ und „Ich ziehe um, und hab so viel altes Gewand, Möbel und Hausrat über – eigentlich würd‘ ich‘s gerne verschenken aber an wen?“

Wolltest du auch schon mal neue alternative Dinge ausprobieren, wie z.B. Haarseifen oder Zahnputztabletten, aber du kennst keinen der etwaige Alternativen schon gekauft hat, und dir Empfehlungen geben kann? Du möchtest Up-to-date bleiben was Events, Unverpackt-Läden-Eröffnungen, Aktionen etc. angeht? Du hast Sachen zu verschenken oder Tipps, die du unbedingt weitergeben möchtest? Dann ist die „Zero Waste Austria: Linz“-Facebook Seite auf jeden Fall was für dich!

Die „Zero Waste Austria: Linz“-Facebook Seite ist in Zusammenarbeit von Zero Waste Austria und  dem nachhaltigen Food- und Lifestyleblog „Blattgrün“, welcher von der diplomierten Sozialpädagogin und Ernährungstrainerin Tanja Champagner geschrieben wird, entstanden.

Zero Waste Austria ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, ressourcenschonenden Praktiken und Start-Ups eine Bühne zu geben – sowohl online als auch offline bei den Zero Waste Austria Hubclubs.

Der Verein wurde von Helene Pattermann gegründet, und soll online als auch offline Menschen verknüpfen, die Nachhaltigkeit und Müllvermeidung als gemeinsames Interesse haben.

In der Facebook-Gruppe kann man sich über nachhaltige Produkte, wie z.B. Haarseifen, Zahnputztabletten, Holzzahnbürste oder Bienenwachs als Alternative für Frischhaltefolie etc. austauschen.

Hat man Fragen zu verpackungsfreien oder verpackungsminimalistischen Konsummöglichkeiten ist dies genau die richtige Plattform für den alternativen Oberösterreicher/die alternative Oberösterreicherin.
Neben Tipps und Tricks wird immer wieder auf Blogeinträge von Blattgrün verwiesen, in denen Tanja regelmäßig über Naturkosmetik, Upcycling, Kochen etc. schreibt.

Außerdem werden auch Events, Aktionen oder anderen alternative Vereine/Geschäfte vorgestellt, wie zum Beispiel: „Sack & Co / Geschenke-Sackerl aus dem Mühlviertel“ oder der bald öffnende „Unpackbar-Laden“ von Christina Liu und Tina Prückl.

Bei über 830 Mitglieder ist immer jemand dabei, der Tipps geben kann, Fragen beantwortet, ein Abnehmer für alte Schi-Ausrüstung ist, auf Events hinweist oder auf Diskussionen angeregt eingeht. Vorbeischauen lohnt sich!

Gemeinsam nachhaltiger werden!
#stopwasting#startchanging#zerowasteaustria

Mach dich Frei!

Zero Waste auf ganzer Linie? Geht das…?

Wieso nicht! „Mein Lieblingsstück“ lebt diesen Lifestyle mittlerweile schon seit längerem. Mit ihrer Initiative sind sie DIE Anlaufstelle in St. Veit an der Glan bzw. in Kärnten und das Beste daran: man kann nicht nur deren Produkte erwerben, welche entweder Zero Waste sind oder dies fördern, sondern auch bei ihren Veranstaltungen viel über eine Abfallfreie Zukunft lernen.

Wer kommt denn auf sowas?

Melanie Gaggl heißt die Initiatorin, welche sich nun seit 2014 mit ihrem eigenem Upcyclinglabel „mein Lieblingsstück“ für Abfallvermeidung im Alltag, aber auch vor allem im Textilbereich, stark macht. Neben „Upcycled fashion“ werden im „Zero Waste Laden“ Produkte angeboten, welche sowohl im Haushalt als auch Unterwegs nützlich sein können. Weiters engagiert sich Melanie dafür, dass sich Kinder schon von klein auf mit diesem brisanten Thema auseinandersetzten und hält deshalb regelmäßig Workshops oder Vorträge in Schulen und Kindergärten.  

„Mach dich Frei!“ Was soll das bedeuten?

So lautet das Motto zu einem Abfallfreiem Lebensstil. Durch Veranstaltungen bzw. Vorträge und einen eigens eingerichteten Blog auf deren Website, zeigt euch so das Team um „Mein Lieblingsstück“ auf, wie man leicht und einfach einen Abfallfreien Lebensstil führen kann. Die Palette an Angeboten bei den Veranstaltungen ist wirklich groß und sehr abwechslungsreich. So werden z.B. Kleidertauschpartys oder Zero Waste Brunchs angeboten, aber auch viele Workshops, die sich damit befassen, wie man selbst von Zuhause aus schnell Dinge Upcyclen bzw. wiederverwenden kann.

„Someone’s trash – someone’s treasure“ So wird’s gemacht

Damit sei gesagt, dass du dir sicher sein kannst, dass aus deinen alten Lieblingsstücken, mit ein bisschen Hilfe von Naturmaterialien (alles entweder recycelt oder BIO und GTOS zertifiziert) und ein kleiner Arbeitsaufwand wieder neue Kleidungsstücke werden und somit Abfall vermieden wird.

„Wir l(i)eben was wir tun“

Ziel dieser Initiative ist es die Umwelt, aber auch die eigene Gesundheit zu schützen und somit Abfall zu vermeiden bzw. Dinge wieder zu verwerten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Versuch, das Bewusstsein über Zero Waste bei den Mitmenschen zu schaffen.

Quelle: https://www.mein-lieblingsstueck.at

https://www.zerowasteaustria.at/lieblingstueck.html

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